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Kategorienfehler: „Was hat ein Windrad mit einem Lebkuchen gemeinsam?“

Der im Titel zitierte Spruch stammt aus dem Polnischen („Co ma piernik do wiatraka?„) und besagt, dass eine Aussage einen Zusammenhang zwischen zwei Sachverhalten herstellen will, wo es keinen gibt. So etwas nennt man in der Philosophie einen Kategorienfehler. Man könnte glauben, solche Missgeschicke können nur ungewollt passieren. Doch solche missglückten Argumentationen haben in unserer Gesellschaft Hochkonjunktur.

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Das Recht auf die öffentlich-rechtliche Lüge

„Sie haben das Recht auf…“ – wer kennt diese Eigenwerbung der ARD nicht? Nicht jedem Kommt dabei auch in den Sinn, dass eine offensichtliche Lüge dazu gehört. Es ist nicht die qualitativ hochwertige „Tagesschau“ sondern eines der kleinen Formate, das wir leider mit unserem Geld bezahlen müssen: „Report Mainz“. In der Sendung vom 19. April wird die Pius-Bruderschaft als die christlichen Taliban dargestellt, die nur aus Nazis besteht… und deren Freund der Papst ist. Es wird behauptet: Sie forderten den Gottesstaat (genauso wie die Taliban) und wollten die Gleichstellung von Mann und Frau abschaffen. Über so viel Dummheit auf einem Haufen kann man nur den Kopf schütteln. Aus Unwissenheit entstand dieser Beitrag wohl nicht.

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Soziale Forschung oder eine neue Art des Nationalsozialismus?

In Telepolis-Online (Zeitschrift, die vom Heise Verlag herausgegeben wird) berichtet in ihrem Artikel mit dem Titel „Das unwerte Hartz IV-Leben“ über einen unglaublichen Vorgang und bringt – aus meiner Sicht – die betreffende Aussage von Gunnar Heinsohn in seinem Artikel in der FAZ ganz exakt auf den Punkt. Dieser stellt Mütter und Kinder, die von Harz-IV leben müssen als eine Art gesellschaftliches Übel, welches zu beseitigen gilt.

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Gesitges Eigentum oder geistige Vaterschaft?

Jemand hat auf der CeBIT nebenbei erwähnt, dass es in der europäischen Tradition den ursprünglich englischen (amerikanischen) Begriff „geistiges Eigentum“ gar nicht gibt. „Vaterschaft“ beschreibe das Verhältnis zwischen dem Werk und seinem Schöpfer viel exakter. In der Tat, scheint mir diese Begrifflichkeit besser geeignet, zumal der Begriff „geistiges Eigentum“ spätestens seit den ACTA-Verhandlungen zur Gelddruckmaschine verkommen ist.

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Caritas in Veritate – Die Kriche als „Beschützerin“ einer humanen Menschheit

Vielleicht lachen Sie über diesen Titel. Aber haben Sie dieses päpstliche Schreiben gelesen? Konnten Sie bei der Lektüre dieser Sozialenzyklika noch lachen? Ich nicht.

Da ich selber diese 80 Seiten (trotz eines hohen Interesses an dieser Materie) noch nicht vollständig gelesen habe, möchte ich nur einige Gedanken aus diesem päpstlichen Schreiben kurz darstellen (und aus meiner Sicht kommentieren).

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Es lebe die statistiche Wahrheit!

Zufällig habe ich auf der Seite des polnischen Portals „Wirtualna Polska“ (wp.pl) einen Artikel, in dem dem Leser ein Märchen verkauft werden soll, die Deutschen hielten die Polen allesamt für Säufer, die ihre Frauen verprügeln. Diese sog. Wahrheit – eingentlich eine Behauptung – wird mit einer Statistik aus einer Umfage des Portals unter Deutschen eingeleitet. Damit sollen die Märchen einen Wahrheitsgehalt bekommen. Ob diese Umfage representativ war (also einen mutmaßlichen Durchschnitt wiederspiegelt) wird nicht erwähnt.

Nur damit Sie als Deutscher auf dem Laufendem bleiben. Hier Ihre Meinung als Deutscher:

  • Polen saufen Billigweine
  • Ein Pole fährt eine Pferdekutsche oder einen alten Traktor
  • Polen sind ausgemagert, wenn auch polnische Hilfsarbeiter – weil in Deutschland ernährt – über dicke Bäuche „verfügen“
  • Polen haben schwarze Haare und meiden Wasser und Seife
  • Polen tragen alte, abgetragene Jeans
  • Polen sind faul und dumm
  • Polen haben jede Menge Freizeit, weil sie alle arbeitslos sind

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„Gott gibt es wahrscheinlich nicht…“ Na und?

Es ist komisch bis lächerlich, dass sich eine bekennende Atheistin über den Glauben an Gott aufregt. Sie wissen wohl was ich meine: eine Britin, die nicht an die Existenz Gottes glaubt (wohl genauso wie an den Himmel oder die Hölle), sich aber über einen Schriftzug auf einem Stadbus ala „Wer nicht an Jesus glaubt, fährt zu Hölle“ aufregt. Dabei ist dieser Spruch an einem Bus wohl eindeutig eines Schmunzlers wert… Ich weiß nicht, ob alle Atheisten ebenso humorlos sind wie diese Frau – ich kenne davon zu wenige. Eines steht für mich fest: Solange ich verneinen würde, dass Radioaktivität gesundheitsschädlich ist, würde ich mich nicht über einen Kernkraftwerk vor meiner Haustür aufregen.

Doch was hat das ganze mit diem Blog und seinem Autor zu tun? Finden Sie’s heraus!

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Informationssicherheit

Die Informatiker beanspruchen den Begrif der Informationssicherheit für sich. Dabei meinen sie nur einen Teilaspekt des vieldeutigen Wortes… Da muss man als Informationswissenschaftler widersprechen! Mit diesem kurzen Disput möchte ich die verräterische Klarheit dieses Begriffes in Frage stellen und eine andere Sicht der Dinge in’s Web stellen.

Über IT-Sicherheit und Informationssicherheit – Eine kurze und etwas ungewöhnliche Einführung in die Informationswissenschaft

Was verstehen Sie unter Informationssicherheit? Ich definiere es für mich wie folgt: Es ist der Zustand, in dem ich mich befinde, wenn ich davon überzeugt bin, dass eine Information absolut sicher und zuverlässig ist. Deshalb benutze ich auch sysnonym das Wort „Informationszuverlässigkeit“. Viele Menschen würden mir jetzt zustimmen. Nur die Informatiker nicht. Für diese sind Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität die drei notwendigen Voraussetzungen, um von Informationssicherheit sprechen zu können. Dem möchte ich nicht widersprechen – nur um einige ebeso wichtige Faktoren erweitern!

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