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Frauenfilm für Männer

Der Film, den ich neulich auf Bibel TV gesehen habe, wäre das Ticket eines epischen Großformat-Streifens in einem Premium-Kino wert gewesen. Doch ich glaube nicht, dass man ihn in einem deutschen Kino wird jemals sehen können. Zu viele Linksradikale trachten nur danach, Menschen und Unternehmen Schaden zuzufügen, die den Film, wie jeden anderen guten Film behandeln würden. Ein wertvoller Beitrag zur ethischen Debatte im breiten Publikum einer ganzen Nation. …der von der ganzen Nation aus falscher Rücksicht nie gesehen wird.

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Kreuzweg

Die Kreuzwegandacht ist ein nichtsakramentaler Gottesdienst, der von Laien wie von ordinierten sowie gottgeweihten Personen gestaltet und geleitet werden kann und gehört zum Schatz der katholischen Tradition. Es ist als öffentliches Gebet zugegebener Maßen keine sehr alte Tradition. (Bezeugt werden persönliche Andachten des Leidens Jesu, die einzelne Könige durch das Lesen der Passionsgeschichte gestaltet haben.)

Gegenwärtig werden diese Gottesdienste immer seltener gefeiert und wenn, dann in einer unangenehmen Form der Anklage der ganzen Welt. Sie triefen förmlich vor Moralin – dem Stoff, aus dem die Politik der Grünen und der Linken besteht. Eine sehr unangenehme Erfahrung. Dass die Passionsgeschichte auch etwas Ermunterndes und Befreihendes in sich hat, kommt kaum zu Sprache. Zugleich ist es eine sehr persönliche Art der Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben im Licht des Evangeliums. Und dennoch kann dies ähnliche Erfahrungen in den anderen Menschen hervorrufen. In diesem Sinne möchte ich meine Version vorstellen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderem Leser, sich selbst als gläubiger Christ zu verstehen und trotz aller Schwächen als geliebtes Kind Gottes wahrzunehmen.

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Josef 2.0

Nach der erbärmlichen PR-Aktion von Maria 2.0 möchte auch ich meine Postulate offen legen und erwarte von der Deutschen Kirche nicht, dass sie sie erfüllt oder gar aus vollem Herzen befolgt. Vom Synodalen Irrweg am allerwenigsten.

  1. Liebe Gott, deinen Schöpfer mit allem was du hast und was du bist. Weder Klima, noch Gesellschaft, noch Wissenschaft sollen dir mehr als sein Wort bedeuten, weil sein Wort all das erschaffen hat und bis heute ordnet.
  2. Liebe die Menschen in deiner Umgebung, wie du dich liebst – nicht weniger aber auch nicht mehr. Denn wir sind alle Brüder und alle Kinder des einen Vaters.
  3. Danke deinem Schöpfer für alles, was er dir geschenkt hat. Auch für deine Berufung – auch wenn sie dir nicht gefällt. Nur so bist Du ein Teil des göttlichen Plans und ein Geschenk Gottes an die Anderen.
  4. Versuche niemals dich selbst zu erlösen. Weder durch Wissen, noch durch Macht, noch durch Aktionismus. Es gibt nur einen Erlöser: Jesus Christus.
  5. Erstrebe nichts, was nicht von Guten Geist Gottes her kommt: keinen „Fortschritt“, keinen persönlichen Gewinn wie Macht und Ruhm sowie keine Ziele, die zum Streit führen.
  6. Folge dem Heiligen Geist, der durch die Nachfolger Petri und der Apostel, nach wie vor in der Katholischen Kirche wirkt. Er durchweht die Freikirchen genauso wie die Patriarchate des Ostens. „An den Früchten werdet ihr ihn erkennen.“
  7. Suche nicht die Schuld im Anderen, solange du sie nicht selbst bekannt hast. Werfe den Stein nur, wenn du ohne jegliche Schuld bist. Wenn jemand vor dir fällt, benutze ihn nicht als Stufe sondern hilf ihm auf.
  8. Bringe Gott in die Welt und die Welt vor Gott, nicht die Welt ins Göttliche hinein. Das Sacrum ist ein Mysterium und das Heilige Spektakel braucht das Profane nicht.
  9. Lebe aus der Kraft der Sakramente, denn eine größere Kraft ist uns nicht gegeben als in den sieben Zeichen seiner Liebe zu uns Menschen.
  10. Fordere nichts ein, was dir nicht geschenkt wurde. Glaube nicht, dass du Ihn mit deinem Verstand oder Verdiensten erworben hättest. Denn alles – sogar dass du Ihn kennst – ist sein Geschenk an dich. Auch die „Kirche der Zukunft“ musst Du von Ihm allein erbitten, da sie seine Braut ist.

Vater und Freund um Hilfe bitten

Das Bitten ist die Anerkennung der eigenen Ohnmacht. Es ist ein Zeichen der Demut und der Liebe zur Wahrheit. Deshalb finden wir in der ganzen Bibel Stellen, in denen die Bitte besonders hervorgehoben wird. Ob Abraham bei Sodom und Gomorrha, Mose in der Wüste, Jesus oder der Seher der Apokalypse – das Bitten ist omnipräsent, wenn auch nicht immer erfolgreich. Besonders spannend scheint mir das Evangelium nach Lukas im Kapitel 11 und die Botschaft an die Gemeinde in Laodizea aus der Offenbarung nach Johannes im Kapitel 3.

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Chce się żyć!

Diesen Ausruf der Lebensfreude kann man als „Ich liebe das Leben“ oder „Das Leben ist schön“ übersetzen doch er passt zu dem gleichnamigen Film von Maciej Pieprzyca, den man nur in Polen kennt und mit Preisen ehrt. Es handelt sich wieder einmal um die Kategorie „Kocham kino“, in die nur ganz besondere Filme schaffen. Zu keiner anderen passt dieser Streifen besser hin. (auf polnisch frei verfügbar bei TVP)

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Bauanleitung für einen guten Vater

Ich möchte mich outen: Ich habe Matthias Matusseks Buch „Die vaterlose Gesellschaft“ schon vor Jahren gelesen – und das mit Genuss. Nicht, dass die schreckliche Bestandsaufnahme oder die grauenvolle Prophezeiung mich erfreut hätten. Nein. Es fand sich einfach jemand, der die Realität und ihre Folgen nüchtern zusammen gefasst hat. Heute, da sich die Deutung der Tendenz zu noch mehr kaputten Familien genauer erweist als jede Wettervorhersage, gibt es folglich die Frage, was man dagegen tun kann. (Die familienfeindliche rote Politik der letzten Jahrzehnte lasse ich außen vor, da keine Aussicht auf Besserung besteht. Ich möchte die Frage sehr undeutsch nicht im System, sondern im Kleinsten klären.)

Mit einem neuen Blick auf mein Umfeld und etwas Stolz auf die richtige Buchwahl schaue ich auf die vergangenen Monate zurück und stelle fest: Ohne Dr. Meg Meekers Buch „Starke Väter, starke Töchter“ hätte ich meine Rolle nicht mal halb so gut wahrgenommen. Ich habe bereits einige Bücher über Pädagogik, Erziehung und Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen in den Händen gehalten. Die Meisten nur sehr kurz als „Schlaflektüre für Tagsüber“. Keines hat mir eine Antwort auf die Frage geliefert: Wie wird man ein guter Vater?

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Kocham kino

„Kocham kino“ (deutsch: „Ich liebe Kino“) ist eine Sendung im polnischen Fernsehen, in der man besondere Filme vorgestellt bekommt. Keine Oscar-nominierten Hollywood-Happy-End-Streifen der selbst geschaffene Problemfimle. Nein. Filme, die es so noch nie gegeben hat. Für mich ist der Titel der Sendung zum Anspruch geworden. Ich will originelle Filme sehen, die ich nie mehr vergessen will. Heute möchte ich zwei polnisch-x-y-z-Produktionen vorstellen, die eine unentdeckte alltägliche Realität vorstellen.

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Lehren aus Zeiten der Pandemie

Hat der emeritierte Professor für Medienwissenschaften in seinem Buch Recht, dass die Vernunft in unserer Gesellschaft gegen Gefühlsduselei mit einem vehementen Stampfen und Kreischen ersetzt werden soll? Ich weiß es nicht. In einer Zeit, in der Philosophen in einen Tiefschlaf gefallen sind und Ethik-Räte einen stringenten Denkansatz vermissen lassen, ist ein Buch wie dieses sicher eine spannende Weihnachtslektüre. Aber auch ohne diese merkt man in der Gesellschaft einen Mangel an Sachlichkeit, die einen skeptisch werden lässt.

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„Das eucharistische Fasten“ – der Laienklerikalismus

Der Weg durch die Zeit der weltweiten Corona-Hysterie war lang und geprägt von Verzicht. Für gläubige Katholiken war das auch eine schlimme Zeit der Entbehrung der heilbringenden Sakramente, die bekanntlich nicht nur im Jenseits wirken, sondern auch hier eine starke Stütze für die leidende Seele sind. Umso schlimmer wird es von vielen empfunden, dass die deutsche Amtskirche übermäßige Stränge im Bezug auf die Gottesdienste hat walten lassen. (In anderen Ländern blieben die Ansteckungszahlen viel kleiner, obwohl die Gottesdienste im Beisein mehrerer Gläubigen gefeiert wurden – so z. B. in Polen.) Schlimm an der Situation ist, dass es in Deutschland nicht mehr besser werden wird. Der seelsorgerische Trend geht in Richtung „sakramentale Dürre“.

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