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Die entchristlichte Gesellschaft

Man tönt immer noch hier und da, was für eine tolle christliche Gesellschaft wir wären und dass unser Grundgesetz auf jüdisch-christlichem Menschenbild beruhe. Ein kritischer Blick auf unsere Gesellschaft, unser Christentum und unsere Katholizität gleicht einem Offenbarungseid. Durch die unglückselige Ampelkoalition nimmt der Trend zum Heidentum und Wertebeliebigkeit an Fahrt sogar stark zu.

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Körper, Geist & Co.

Wer Philosophiegeschichte studiert, wird früher oder später auf das ungelöste Problem des Körper-Geist-Dualismus stoßen. Davon gibt es zahlreiche Abwandlungen mit ähnlich klingenden Begriffen: Leib-Seele-Problem oder Ontologischer Dualismus. Jede universitäre Fachrichtung, die es kennt, sieht es durch eigene Brille. Ganz grob erklärt ist das ein theoretisches Problem, wonach das Geistige und das Materielle nicht aufeinander wirken können und es doch tun. Als „Erfinder“ gilt Descartes. Und aktuell ist das Thema sogar in der modernen Medizin unter dem Begriff „Psychosomatik“ zu finden.

Doch da ist noch mehr! Warum können religiöse Menschen schwere Krankheiten besser überstehen oder werden nicht so stark von Depressionen geplagt, wie solche, die nur auf dem Papier gläubig sind?

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Tremendum et fascinosum – oder: Die Avantgarde der Angst. Eine Rezension

Es gibt Bücher, die muss man gelesen haben. Es gibt Bücher, die man sich ersparen sollte. Und es gibt Bücher, die man erst recht lesen sollte, auch wenn man sich über sie ärgert und sie an liebsten hätte öffentlich verbrennen lassen. Dann gibt es Autoren, die man unbedingt angeben muss, um als „Intellektueller“ zu gelten. Und es gibt Autoren, die man niemals nennen darf, um als „Intellektueller“ zu gelten. Das Buch von Norbert Bolz ist genau in der Mitte und ich habe lange überlegt, ob ich es überhaupt erwähne. Schon die Gefahr, von Meinungsdiktatoren abgestempelt zu werden, ist heute größer als im Mittelalter der Inquisition persönlich zu begegnen. In einer langweiligen Welt, die nur noch eine Meinung gelten lässt, möchte ich keinesfalls leben. Also kratze ich meinen letzten Mut zusammen.

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Frauenfilm für Männer

Der Film, den ich neulich auf Bibel TV gesehen habe, wäre das Ticket eines epischen Großformat-Streifens in einem Premium-Kino wert gewesen. Doch ich glaube nicht, dass man ihn in einem deutschen Kino wird jemals sehen können. Zu viele Linksradikale trachten nur danach, Menschen und Unternehmen Schaden zuzufügen, die den Film, wie jeden anderen guten Film behandeln würden. Ein wertvoller Beitrag zur ethischen Debatte im breiten Publikum einer ganzen Nation. …der von der ganzen Nation aus falscher Rücksicht nie gesehen wird.

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Kreuzweg

Die Kreuzwegandacht ist ein nichtsakramentaler Gottesdienst, der von Laien wie von ordinierten sowie gottgeweihten Personen gestaltet und geleitet werden kann und gehört zum Schatz der katholischen Tradition. Es ist als öffentliches Gebet zugegebener Maßen keine sehr alte Tradition. (Bezeugt werden persönliche Andachten des Leidens Jesu, die einzelne Könige durch das Lesen der Passionsgeschichte gestaltet haben.)

Gegenwärtig werden diese Gottesdienste immer seltener gefeiert und wenn, dann in einer unangenehmen Form der Anklage der ganzen Welt. Sie triefen förmlich vor Moralin – dem Stoff, aus dem die Politik der Grünen und der Linken besteht. Eine sehr unangenehme Erfahrung. Dass die Passionsgeschichte auch etwas Ermunterndes und Befreihendes in sich hat, kommt kaum zu Sprache. Zugleich ist es eine sehr persönliche Art der Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben im Licht des Evangeliums. Und dennoch kann dies ähnliche Erfahrungen in den anderen Menschen hervorrufen. In diesem Sinne möchte ich meine Version vorstellen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderem Leser, sich selbst als gläubiger Christ zu verstehen und trotz aller Schwächen als geliebtes Kind Gottes wahrzunehmen.

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Josef 2.0

Nach der erbärmlichen PR-Aktion von Maria 2.0 möchte auch ich meine Postulate offen legen und erwarte von der Deutschen Kirche nicht, dass sie sie erfüllt oder gar aus vollem Herzen befolgt. Vom Synodalen Irrweg am allerwenigsten.

  1. Liebe Gott, deinen Schöpfer mit allem was du hast und was du bist. Weder Klima, noch Gesellschaft, noch Wissenschaft sollen dir mehr als sein Wort bedeuten, weil sein Wort all das erschaffen hat und bis heute ordnet.
  2. Liebe die Menschen in deiner Umgebung, wie du dich liebst – nicht weniger aber auch nicht mehr. Denn wir sind alle Brüder und alle Kinder des einen Vaters.
  3. Danke deinem Schöpfer für alles, was er dir geschenkt hat. Auch für deine Berufung – auch wenn sie dir nicht gefällt. Nur so bist Du ein Teil des göttlichen Plans und ein Geschenk Gottes an die Anderen.
  4. Versuche niemals dich selbst zu erlösen. Weder durch Wissen, noch durch Macht, noch durch Aktionismus. Es gibt nur einen Erlöser: Jesus Christus.
  5. Erstrebe nichts, was nicht von Guten Geist Gottes her kommt: keinen „Fortschritt“, keinen persönlichen Gewinn wie Macht und Ruhm sowie keine Ziele, die zum Streit führen.
  6. Folge dem Heiligen Geist, der durch die Nachfolger Petri und der Apostel, nach wie vor in der Katholischen Kirche wirkt. Er durchweht die Freikirchen genauso wie die Patriarchate des Ostens. „An den Früchten werdet ihr ihn erkennen.“
  7. Suche nicht die Schuld im Anderen, solange du sie nicht selbst bekannt hast. Werfe den Stein nur, wenn du ohne jegliche Schuld bist. Wenn jemand vor dir fällt, benutze ihn nicht als Stufe sondern hilf ihm auf.
  8. Bringe Gott in die Welt und die Welt vor Gott, nicht die Welt ins Göttliche hinein. Das Sacrum ist ein Mysterium und das Heilige Spektakel braucht das Profane nicht.
  9. Lebe aus der Kraft der Sakramente, denn eine größere Kraft ist uns nicht gegeben als in den sieben Zeichen seiner Liebe zu uns Menschen.
  10. Fordere nichts ein, was dir nicht geschenkt wurde. Glaube nicht, dass du Ihn mit deinem Verstand oder Verdiensten erworben hättest. Denn alles – sogar dass du Ihn kennst – ist sein Geschenk an dich. Auch die „Kirche der Zukunft“ musst Du von Ihm allein erbitten, da sie seine Braut ist.

Vater und Freund um Hilfe bitten

Das Bitten ist die Anerkennung der eigenen Ohnmacht. Es ist ein Zeichen der Demut und der Liebe zur Wahrheit. Deshalb finden wir in der ganzen Bibel Stellen, in denen die Bitte besonders hervorgehoben wird. Ob Abraham bei Sodom und Gomorrha, Mose in der Wüste, Jesus oder der Seher der Apokalypse – das Bitten ist omnipräsent, wenn auch nicht immer erfolgreich. Besonders spannend scheint mir das Evangelium nach Lukas im Kapitel 11 und die Botschaft an die Gemeinde in Laodizea aus der Offenbarung nach Johannes im Kapitel 3.

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