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Eine Gottesbegegnung der anderen Art

Wir glauben, alles schon zu kennen. Gott und die Welt. Doch in Wahrheit kennen wir weder die Welt richtig, noch Gott.

Was wir im Kopf haben, sind feste Vorstellungen – Größen, mit denen sich unser Gehirn routinemäßig gut umgehen kann. Es kann uns eigentlich nichts überraschen. Und doch sind wir des öfteren schockiert. Einige Schocks sind für uns unerträglich bis gefährlich. Andere wiederum heilsam und förderlich. Zu der zweiten Kategorie gehört sicher eine persönliche Begegnung mit Gott. Eine solche Erfahrung ist keine einmalige Angelegenheit, denn Gott ist immer anders und in seinem Wesen doch immer gleich. Diese Erfahrung zu vermitteln, hat sich die katholische charismatische Erneuerung im Heiligen Geist auf die Fahnen geschrieben.

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Vom alten Wein in alten Schläuchen

Wer von uns kennt das Wort Jesu vom neuen Wein in alten, porösen Gefäßen nicht? (Matthäus 9,17) Es geht in diesem Abschnitt des Evangeliums um das Fasten als die Fortführung der Tradition der Jüngerschaft des Johannes des Täufers und der streng gläubigen Juden. Jesus antwortet – im Klartext gesprochen: Das Fasten als solches ist nicht falsch, wohl aber der Zeitpunkt, denn es gibt einen neuen Geist, der die alten Behälter sprengt. So würden der Geist und die Form beide verloren gehen, wenn man die überlieferte aber sinnentleerte Tradition aufzuzwingen versuchte.

Am 16. Januar brachte der Saarländische Rundfunk in der Lokalsendung „Aktueller Bericht“ einen fast euphorischen Beitrag über Wortgottesdienste, die von Laien geleitet werden. Die Sprecherin betitelte die Mängelverwaltung, wie sie de facto in die meisten deutschen Diözesen Einzug hält, als „die Stunde der Frauen“. Eine Lektorin und Kommunionhelferin (und Pfarrsekretärin in Personalunion) aus dem Bistum Speyer will nun mit bischöflichen Segen, dem Volk „das Wort Gottes auslegen“ – geschlechtergerecht, versteht sich! Der feministische Kampfgeist wird beschworen und die Erfahrung mit spirituellen Tanz als Alleinstellungsmerkmal bleibt nicht unerwähnt.Weiterlesen

Sprechen Sie katholisch?

Verreckt die Kirche an ihrer Sprache?“ – fragt katholisch.de rhetorisch im Titel des Interviews mit dem Kommunikationswissenschaftler und Buchautor Erik Flügge. Diese Frage stellt sich mir schon seit einiger Zeit, nicht erst seit ich das Buch „Jargon der Betroffenheit“ von diesem Mann in der Hand hielt. Die Kirche hat in der Tat ein Vermittlungsproblem, vor allem der Sprache wegen. Aber nicht nur.

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Lk 15,4-7 – Was für ein Hirte bist du?

Jeder Christ – aber auch viele Nichtchristen – kennen das Gleichnis vom verlorenen Schaf. Es ist sogar ein Teil der meisten europäischen Sprachen geworden – eine Redewendung, die man auf deutsch oder polnisch sofort versteht. Und die meisten von uns kennen auch die Deutung, die Jesus selbst im Evangelium gibt: Gott läuft den Menschen nach und sorgt für sie, obwohl sie die Herde gefährden. Man kann es aber auch anders verstehen.

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Medienfasten

Im Karneval denkt man üblicherweise nicht über die Fastenzeit nach – außer vielleicht: Noch X Tage bis zur Fastenzeit. Dabei wäre diese optimal für gute Vorsätze, die nach dem Neujahr nicht allzu lange halten. Gute Vorsätze sind nicht einfach da, sie müssen gefunden oder eher „adpotiert“ werden. Sie können von außen an uns herangetragen worden sein (als harsche Kritik, als Hinweis von Freunden) oder in uns selbst heranreifen (Nachlässigkeiten, unerwünschte Entwicklungen).

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Godcaching

Der Weg zu Gott ist bei jedem Menschen anders. Man irrt etwas herum, bis man ihn findet. Und doch scheint jeder Fehlgriff wichtig gewesen zu sein, sonst wäre der Weg nicht so persönlich. Diese Erkenntnis hat mich an das allgemein bekannte Geocaching erinnert. So entstand die Idee des Godcachings.
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Jesus und Frauen

Ich weiß nicht, ob es nur meine Wahrnehmung ist oder tatsächlich auch so ist (die Wissenschaft schweigt sich dazu aus): Die im Evangelium berichteten Begegnungen zwischen Jesus und Frauen sind viel emotionaler und existenzieller als die mit Männern. Bei Männern geht es oft um das harte theologische Wissen (das Reich Gottes, die Gleichnisse, die Aufträge) oder das Geschäftliche (wie kann man moralisch Handeln, in dem was man als Profession hat). Bei Frauen geht es ums Überleben, um das Leben in Schuld und Sünde, um das Trauern aber auch um einen wahnsinnig starken Glauben. Auch der Umgang scheint ein ganz anderer zu sein.

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Caritas in Veritate – Die Kriche als „Beschützerin“ einer humanen Menschheit

Vielleicht lachen Sie über diesen Titel. Aber haben Sie dieses päpstliche Schreiben gelesen? Konnten Sie bei der Lektüre dieser Sozialenzyklika noch lachen? Ich nicht.

Da ich selber diese 80 Seiten (trotz eines hohen Interesses an dieser Materie) noch nicht vollständig gelesen habe, möchte ich nur einige Gedanken aus diesem päpstlichen Schreiben kurz darstellen (und aus meiner Sicht kommentieren).

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EU-gaga-Wahlen

Ein altes Sprichwort besagt: „Wenn jemand mächtig ist, aber sonst ein Idiot und den Mitmenschen nur schadet, soll man ihn nicht bestrafen und abstufen, sondern so weit hinaufbefördern, dass er keinem mehr schaden kann“. So haben wir erfolgreich einige Politiker sicher außer Landes gebracht. Das EU-Parlament ist meiner Meinung nach – bis auf wenige hoch angesehene Persönlichkeiten – ein Biotop von völlig abgefahrenen und von Lobbys hoffierten „Spinnern“, die nicht nur den Rückhalt in der Bevölkerung sondern auch jegliche Bodenhaftung verloren haben. Ein gutes Bild für diesen Zustand ist unsere deutsche 2-Euro-Münze. Völlig Plem-Plem!Weiterlesen