Eine Kirche der Befindlichkeiten
„Herr, ich leide. Hilf mir.“ – Ein Ruf nach Hilfe, eine Hingabe an Gott.„Herr, deine Führung ist schlecht; ich misstraue dir und deinen Mitarbeitern.“ – ein Vorwurf an Gott. Der Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen ist gewaltig. Der erste ist ein Gebet, der zweite ist ein Murren. Und gerade dieses (oft übersehene/übergangene) Wort „Murren“ führt uns heute im Evangelium nach Matthäus (20,1–16) zu einer sehr aktuellen und herausfordernden Frage für unsere Kirche heute: Wo liegt die Grenze zwischen legitimer Sorge und einer Haltung, die den Blick auf Gottes Gnade verstellt? Die Wurzel des Murrens: Vergleich statt Dankbarkeit Im Gleichnis von…