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Klerikalismus 2.0

In der römisch-katholischen Kirche geht ein Gespenst um: der Klerikalismus. Durch einige – oft missverstandene – Aussagen des Papstes Franziskus fühlen sich viele linksliberal verortete Katholiken ermutigt, eine Jagt auf die Priester zu organisieren. Es braucht jedoch keine Weihe, um Klerikalismus auszuleben. Das ist der „Klerikalismus Reloaded“ oder „Klerikalismus Version 2.0“, um es Internetsprache auszudrücken.

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Wenn Gottesdienste Autos wären…

Zu den Werkzeugen eines Rethorikers gehört neben den Fragen an die Zuhörer vor allem die Simplifizierung und die Vergleiche – Analogien die die eine Realität über eine andere beschreiben. Eine solche Analogie möchte ich heute nutzen, um meine Erfahrungen mit den Gottesdiensten in der katholischen Kirche in einer zuspitzenden aber auch erfrischend-lustigen Form aufzuzeigen.

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Jahrestag

Die Verheirateten haben den Hochzeitstag, die Datenschutzbeauftragten haben das DS-GVO-Jubiläum. Ein Tag, an dem man zurück blickt, sich auf die Schultern klopft (wenn es gut gelaufen ist) oder Besserung gelobt. Die Feuerwehren und andere Not- und Rettungsdienste haben es zur Gewohnheit gemacht, neben den Feiern auch eine Jahreshauptübung abzuhalten, um in Form zu bleiben. Warum sollen die DSB ihrem Beispiel nicht folgen?

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Was die Kirche von der Feuerwehr lernen kann

„Was haben ein Arzt und ein Elch gemeinsam?“ – so oder so ähnlich fangen viele Witze an. Die witzigen Antworten verblüffen. Manchmal sind sie tiefsinnig, manchmal oberflächlich. Eine weit her geholte Ähnlichkeit – meist eine Homonymie oder Analogie – lässt uns glauben, zwei Dinge hätten tatsächlich etwas miteinander zu tun.

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EU-Datenschutzverordnung am Horizont – Eine Praxisanleitung

Die Europäische Union mit ihrer Regulierungswut bescherte uns schon so einige Ärgernisse. Die neueste Erfindung ist des Einen Freud und des Anderen Leid: die 99 Artikel über den Schutz der Daten, die eine Person identifizieren. Sie entwickeln ihre Rechtskraft direkt in allen Ländern der Union und können – wie so viele Gesetze – von findigen Anwälten und unzufriedenen Kunden zu Zwecken der juristischen Kriegsführung (sprich: Abmahnung) verwendet werden. Der gute Gedanke des Schutzes der personenbezogenen Daten sollte ursprünglich Facebook und andere große Datenverarbeiter in die Schranken weisen. Leider traf man auch die Kleinen. Ja, sogar Vereine, Kirchen, Schulen und Privatpersonen unterliegen dem generellen Verbot mit Erlaubnisvorbehalt, sobald sie Namen, Adressen, Telefonnummern, IPs oder Fahrgestellnummern der Autos nicht aus privaten oder familiären Gründen auf einem Blatt Papier aufschreiben. Wie man Angesichts der vielen Vorschriften gesetzeskonform das tägliche Geschäft erledigt bekommt, will dieser Beitrag zeigen.Weiterlesen

Eine Gottesbegegnung der anderen Art

Wir glauben, alles schon zu kennen. Gott und die Welt. Doch in Wahrheit kennen wir weder die Welt richtig, noch Gott.

Was wir im Kopf haben, sind feste Vorstellungen – Größen, mit denen sich unser Gehirn routinemäßig gut umgehen kann. Es kann uns eigentlich nichts überraschen. Und doch sind wir des öfteren schockiert. Einige Schocks sind für uns unerträglich bis gefährlich. Andere wiederum heilsam und förderlich. Zu der zweiten Kategorie gehört sicher eine persönliche Begegnung mit Gott. Eine solche Erfahrung ist keine einmalige Angelegenheit, denn Gott ist immer anders und in seinem Wesen doch immer gleich. Diese Erfahrung zu vermitteln, hat sich die katholische charismatische Erneuerung im Heiligen Geist auf die Fahnen geschrieben.

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Fiat Tipo – der Herausforderer des VW Variant

Foto: Tipo Kombi unterwegs. Bild des Herstellers.Letzte Woche durfte ich eine recht seltene Erfahrung machen: eine Probefahrt mit einem Kombi vom Fiat. Der Hersteller genießt nicht den besten Ruf und sein Marktanteil in Deutschland ist entsprechend gering. Die Legende von Unzuverlässigkeit muss man jedoch immer wieder hinterfragen. Meine traurige Erfahrung ist, dass man auch bei VW nicht unbedingt von Zuverlässigkeit sprechen sollte. In anderen Worten: mein VW Golf Variant 1.4l TSI (Benziner) erwies sich als „der deutsche Fiat“. Nicht einmal Polen wollten es mir nach 8 Jahren abnehmen. Traurig aber wahr.

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Vom alten Wein in alten Schläuchen

Wer von uns kennt das Wort Jesu vom neuen Wein in alten, porösen Gefäßen nicht? (Matthäus 9,17) Es geht in diesem Abschnitt des Evangeliums um das Fasten als die Fortführung der Tradition der Jüngerschaft des Johannes des Täufers und der streng gläubigen Juden. Jesus antwortet – im Klartext gesprochen: Das Fasten als solches ist nicht falsch, wohl aber der Zeitpunkt, denn es gibt einen neuen Geist, der die alten Behälter sprengt. So würden der Geist und die Form beide verloren gehen, wenn man die überlieferte aber sinnentleerte Tradition aufzuzwingen versuchte.

Am 16. Januar brachte der Saarländische Rundfunk in der Lokalsendung „Aktueller Bericht“ einen fast euphorischen Beitrag über Wortgottesdienste, die von Laien geleitet werden. Die Sprecherin betitelte die Mängelverwaltung, wie sie de facto in die meisten deutschen Diözesen Einzug hält, als „die Stunde der Frauen“. Eine Lektorin und Kommunionhelferin (und Pfarrsekretärin in Personalunion) aus dem Bistum Speyer will nun mit bischöflichen Segen, dem Volk „das Wort Gottes auslegen“ – geschlechtergerecht, versteht sich! Der feministische Kampfgeist wird beschworen und die Erfahrung mit spirituellen Tanz als Alleinstellungsmerkmal bleibt nicht unerwähnt.Weiterlesen

Die Geschichte von gutem Unkraut

Manchmal höre ich Geschichten, die mir gut gefallen. Einige davon kommen mir nach Jahren wieder in den Sinn. Doch sie sind meist unvollständig und suchen einen passenden Erzählbogen, der zur aktuellen Lebenssituation besser passt. Eine dieser Geschichten ist die von gutem Unkraut.

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