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Medien, Ethik und die Sache mit dem Bischof Williamson

Mehr als die Menschen im Lande, bewegt der Fall des Bischof Williamson die Journalisten. Nur warum? Wegen ihrer Arbeit? Ich denke:  Die einen, weil sie keine Ahnung haben (die berufsbedingte Sensation-Sucht), die anderen, weil sie der katholischen Kirche schaden wollen.

Will man auch als Journalist professionell bleiben, muss man dabei zwischen 3 Dingen unterscheiden und diese ethisch anders bewerten:

  • „Die Gedanken sind frei…“ – Wer es will, kann den Zeitzeugen glauben oder auch nicht, aber eine klare Leugnung nie aussprechen, da dies eine Straftat ist.
  • Die Leugnung der grausamen Geschichte des Judenmordes durch die Nazis (aber nicht nur!) wird vom Staat, der Kirche, den Bürgern und Kirchenmitgliedern verabscheut.
  • Wer zur katholischen Kirche gehören darf,  sich katholisch nennen darf, was „katholisch“ ist darf nur der Papst und das Konzil entscheiden. Niemand sonst.

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7 Leben, Schuld und Sühne…

Unter dem Titel „7 Leben“ wird in den deutschen Kinos der neue Film mit Will Smith gezeigt. Einer der Wenigen, die auch ohne Spezialeffekte auskommen. Das rätselvolle Handeln und die sporadischen Schaltungen in die Vergangenheit von Ben Thomas kann leider erst am Ende des Films zu einer sinnvollen Geschichte zusammenflicken. Deshalb eine kurze Inhaltswiedergabe:

Ben Thomas ist ein hochintelligenter Ingenieur mit MIT-Abschluss. In seinem Hochmut und seiner Ignoranz glaubt er, alles seinem (beruflichen) Leben unterordnen zu können. Das Missachten einfachster Regeln im Straßenverkehr (Handy am Steuer) führt zu einem Unfall, in dem sieben Menschen seinetwegen das Leben verlieren. Das kann er nicht akzeptieren und versucht mit seiner Schuld klar zu kommen. Er fasst einen Plan, sein ganzes Hab und Gut – seinen Körper und sein Leben eingeschlossen – anderen zu schenken, damit diese am Leben bleiben.

Auf den ersten Blick ein bewundernswertes heroisches Tun. Doch was steck hinter dieser Selbstaufopferung?

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Trac (Projektmanagement-Tool) – eine Einführung

Was ist trac? Wie funktioniert trac?

Diese Einführung hilft ihnen, die Grundbegriffe und Definitionen des Software-Projekt-Managements nachzuvollziehen und die Umsetzung im trac anzuwenden. „Meilensteine“, „Fahrpläne“, „Zeitachsen“ und „Tickets“ gehören ebenso dazu wie „wiki“, „Entwickler“, „Projekt-Administrator“ oder „SVN“. Es geht nicht so tief in die Materie, dass nur Profis davon etwas verstehen würden, ist zugleich aber auch nicht so oberflächlich, dass man darauf verzichten könnte…

Alles als Video-Tutorial – ca 2 x 20 Minuten.

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(K)Eine Weihnachtsgeschichte

Dieses „christliche Weihnachtsmärchen“ aus Polen widme ich allen, die Leiden und in dieser Zeit „Wort wörtlich“ nichts zu Lachen haben. Möge ihnen diese Geschichte Trost und Zuversicht spenden…

In der Hohen Tatra, ganz im Süden Polens in der Nähe des Ortes Zakopane (was zu deutsch „vergraben [im Schnee]“ oder „zugeschüttet“ heißt) lebte in etwa vor hundert Jahren ein Schäfer. Er liebte seine Heimat über alles: die hohen Berge, das Morskie Oko (den kalten Bergsee zwischen den steilen Wänden der Berge) und die unvergleichlich schöne Natur. Anders als sein Bruder wollte er um keinen Preis die Tatra verlassen und nach Schlesien in die Welt der Kohlebergwerke ziehen. Er nahm es auch hin, dass er nur als Schäfer für den reichen Herrn arbeiten durfte. Er verdiente mit dem Hüten fremder Schafe gerade so viel, dass er seine Familie ernähren konnte. Seine Familie – vor allem seine liebevolle Frau – gab ihm immer Halt, wenn er unter der Last der Sorgen zusammenzubrechen drohte. Er liebte sie und dankte Gott jeden Tag für dieses – wie er es nannte – „himmlische Geschenk“. Sie hatten zwei Kinder und erwarteten ein drittes. Doch mit jedem Monat wurde seine Frau immer kränker und kränker. Man befürchtete sogar, dass sie vor oder während der Geburt sterben würde…

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Wie Telekom & Co den Datendiebstahl fördern…

Seit Wochen kocht es in den Medien. Viel zu spät aber dennoch! Die Bürger sind aufgewacht – vor allem die, die schon immer behauptet haben: „Ich habe nichts zu verstecken!“ Und jetzt haben sie offenbar doch genug zu verstecken – ihre Konto-Daten. Genau diese sind des Deutschen Heiligtum.

An diese Daten kommt man nicht einfach so heran. Lange genug waren die Menschen vertrauensselig. Seit einigen Monaten ist es schwieriger geworden. Man muss sich als Geschäftspartner ausweisen, um am Telefon diese Daten herauszubekommen…

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Mein teures öffentliches Recht auf die Meinung der Fernsehmacher

– Nicht schon wieder – denken Sie vielleicht, wenn Sie den Titel sehen. – Die ÖR’s bringen umsonst Fußball und die Serien, in denen nichts passiert…

– Erstens: nichts ist umsonst. Zweitens: jetzt erst recht! – würde ich antworten.

Die ÖR’s haben es schon wieder nötig, Werbung für sich selbst zu machen. Und da sie immer noch große Teile der ahnungsloser Bevölkerung erreichen können, versuchen sie es, wie auch jeder Propagandist (wie Mao, Stalin o. ä.) es tun würde, wenn es um dessen Einflussbereich gehen sollte. Bis zum bitteren Ende: sich selbst als die letzte Instanz darzustellen, die uns vor dem Weltuntergang beschützen kann. In Wirklichkeit geht es so primitiv zu wie immer: Es geht um die Kohle!

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Fotobuch

Die meisten von uns kriegen schon als Kind ein eigenes Album angelegt. Einige haben sogar einige Tausen Fotos darin (wenn die Eltern an jedem Tag ein Foto gemacht haben…). Irgendwann gammelt es in irgend einem Regal, wo es keiner zu Gesicht bekommt…

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Ein Schlang ins Gesicht der freien Menschen

Heute (09.11.2007) ist ein schwarzer Tag für die freien Bürger Deutschlands. Der Bundestag beschloss ein Gesetzt über die Speicherung aller kommunikationsrelevanter Daten. (Nur Briefe, deren Adressen von Hand abzuschreiben zu teuer wäre, werden davon nicht betroffen sein.) Dieses Gesetz soll die sehr fragwürdige EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung umsetzten, die auf Wunsch Irlands und der Slowakei vom Europäischen Gerichtshof auf Herz und Nieren geprüft wird.

Theoretisch haben wir nichts zu befürchten, da wir keine Terroristen sind. Trotzdem ist dieses Gesetz ein Schlag ins Gesicht eines freien Menschen und aufgeklärten Bürgers. Anders Gesagt: Es ein Test, ob wir Bürger blöd genug sind, um uns ohne Rechtfertigung regieren zu können…

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Hallo Welt!

Mit diesem Programmierergruß möchte ich Sie in meinem Blog begrüßen. Wie Sie vielleicht schon merken, es ist ein Blog eines Programmierers… Aber nicht nur!

Grundsätzlich bin ich dazu geneigt, die Welt vor der geistigen Diarrhö eines möchte-gern Philosophen zu verschonen. In einigen Fällen behalte ich mir dennoch vor, meinen Senf zum Überfluss am Gedankengut dieser Welt beizutragen. Sachlich und vor allen nicht naiv/blind zu bleiben, ist aber das oberste Gebot. Und das geht bei IT-Themen am besten.

„Ich bin, also denke ich“ – den Slogan meines Blogs – habe ich nicht zufällig gewählt. Descartes behauptete 1644 in Principia Philosophiae, dass das Denken ein denkendes Subjet voraussetzt. Und das ist der Denkende selbst.

Ich drehte diesen Satz bewusst um. Aus der Logik wissen wir ja, dass diese Umkehrung etwas anderes bedeuten muss: Wenn ich denke, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich existiere. Ich kann aber auch existieren, ohne zu denken (z.B. wenn ich schlafe). Ich behaupte mit meinem Slogan (und in jeder Behaptung ist gewissermaßen der Anspruch auf Wahrheit enthalten), dass für mich das Dasein und das Denken unbedingt zusammen gehören. Dass dies nicht der Fall sein muss, beweisen mir die Politik, die Medien oder die Werbung.

Ich möchte auf diesen Seiten meine Meinung zum Ausdruck bringen. Ob Sie es sinnvoll finden oder nicht, können Sie im Kommentar festhalten. Die meisten Äußerungen werden unstrittig sein, da sie nahezu mathematisch entweder richtig oder falsch sein können – nämlich die über die Programmierung.

Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre!