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Zensur im Digitalzeitalter

Ein laikaler Staat gibt sich eine Verfassung, indem er den Wunsch und die Idee des Souveräns (also des Volkes bzw. der Nation) in ein Gesetz gießt. Die zugrunde liegenden Werte dürfen jedoch nicht direkt aus einer Religion oder Offenbarung (wie Bibel oder Koran) entnommen werden. Wie man eine passende ethische Basis für das zusammenleben eines Volkes oder gar mehrerer Völker in einem Saat, ist bis heute unter den Philosophen nicht eindeutig geklärt. Unbestritten ist hingegen das Ideal der Menschenrechtcarta („Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen). Darin finden wir die Wurzeln unseres Grundgesetzes. Auch das Recht auf freie Meinungsäußerung und den freien Zugang zu Informationsquellen bzw. die Freiheit der Veröffentlichung. Bis auf wenige Fälle, die dem Grundsatz der Menschenrechte widersprechen (rassistische Propaganda), soll es eine Zensur in Deutschland auch nicht geben. Und es gibt sie doch!

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Was ist die Leistung der Informationswissenschaftler? Zwei Beispiele aus dem Netz.

Viele Menschen können zwischen Informatik und Informationswissenschaft nicht unterscheiden. Dies ist nicht neu. Manchmal heißt die Infowiss auch Kommunikationswissenschaft, weil der Schwerpunkt mehr auf den Austausch von Informationen gelegt wird. Auch die Kommunikation gehört zu Informationswissenschaft. Genau hier kann die Informationswissenschaft wertvolle Dienste leisten, die man bei den Informatikern oder BWLern vergeblich sucht. Dies wird an zwei Beispielen besonders deutlich.

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Zeichensätze der Bibliotheken

Unter den Zeichensätzen, die heutzutage verwendet werden, hat sich vor allem Latin-1 (-2 etc) – eigentlich ISO-8859-1 – und das neue Unicode-Untertyp UTF-8 durchgesetzt. Dennoch existieren viele exotische Zeichensätze, die entweder nur einige Sprachen abdecken (wie KOI8-U für Ukrainsch) oder nur an bestimmten „Orten“ zum Einsatz kommen. Dazu gehören auch die Zeichensätze in den Bibliotheken.Weiterlesen

Mit Hoftnotitzen gegen das ständige Chaos am Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz im Büro ähnelt manchmal einer papiernen Wüste. Hier und da machen sich abstehende neon-gelbe Pappzettel bemerkbar. Sie wirken wie Oasen in der Wüste und versuchen so die Unmenge an unterschiedlichen Aufgaben zusammenfassend darzustellen. In den meisten Fällen ist es wirkungslos, weil sie vom weiteren Papierstapel zugedeckt werden.

Nicht so bei Kanban – einem Vorgehen in der Softwareentwicklung, welches die kleinen Gedächtnisstützen als Medium in der Ticketverwaltung einsetzt. Diese gelben Zettelchen werden auf eine Tafel (sog. Whiteboard) geklebt und zeigen den Fortschritt des Projektes an.

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Lieber Googles Datenschutz als Facebooks Freundschaft

Während Facebook immer unverschämter wird und mit persönlichen Daten nahezu um sich wirft, geht eine Veröffentlichung von Google fast unkommentiert in die stille Geschichte des Netzes. Darin wird von Google sein Verständnis des Wortes „Offenheit“, mit dem es sich gerne auch schmückt. Das äußerst anspruchvolle moralische Postulat der Google-Gründer „Tu nichts böses“ ist schon so mehrdeutig, dass es fast bedeutungslos ist. Was soll man dann von der Definition der Offenheit erwarten?

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Google erobert die Welt. Sollten wir deshalb Angst haben?

Google ist auf dem Vormarsch. Microsoft versucht mit letzten Kräften (unterstützt durch Yahoo!) sein „letztes Aufgebot“ namens bing dem Suchmaschinen-Giganten in den Weg zu stellen. Dennoch scheint die Macht des vielfarbigen Riesen ungebrochen. Google erobert die virtuelle Welt. Wir sind immer mehr von Google abhängig obwohl wir immer mehr Angst um unsere Daten haben. Nur wie kommt es zu dieser Schizophrenie?

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Eine Luftnummer

O2 ist bekanntlich ein wesentlicher Bestandteil unserer alltäglichen Luft. Callcenter ein Bestandteil unserer Wirtschaft. Eine Mixtur aus beiden ergibt eine „Luftnummer“, die sich genauso hätte woanders ergeben können. (In „Luftnummern“ sind alle Telekommunikationsanbietern geübt und es hat nichts mit dem einen Anbieter zu tun – vielmehr mit allen!)

Was ist eine „Luftnummer“ und wie macht man so was? Hier das Rezept. (Achtung! Geeignet nur für Menschen mit Sinn für Humor und starken Nerven.)

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