Als gar nicht mehr so junger Wissenschaftsnachwuchs ist man der neueren (oder neusten – wer kennt noch die Versionsnummer) Rechtschreibung ausgeliefert. Es hilft nicht, dass der Promotor Zweifel an der Richtigkeit von hat… Es wäre peinlich, nach Jahren in einer Bibliothek eine Ausgabe der eigenen Doktorarbeit zu betrachten, in der ein unorthodoxer Student jede Menge rote Striche hinterlassen hat.

Am neuen Duden führ kein Weg vorbei! (Warum eigentlich? Ist Wahrig nicht gut genug?) Am besten elektronisch und für . Dazu mit .org-Unterstützung!

Man siehe und staune: Das gibt es… Sogar für !

Das Download-Portal scheint zwar entwas misstrauisch zu sein. Es lässt keine Lastschrift beim ersten Einkauf zu. Sauerei!

Wenn man das verschmerzen kann, ist die Sache recht einfach: Version für Ubuntu (6.06 = Dapper) auswählen, bezahlen, runterladen, gunzip und ./DOK-4.02-Ubuntu6.0-liz.run!

Es entpackt sich und sagt: „Currently, only Ubuntu Dapper is supported“. Toll!

Es gibt jedoch einen Weg, dennoch in den Genuss eines Rechtschreib-Supervisors zu kommen. im Verzeichnis DKO2, in das sich der Installer entpackt hat, gibt es das Verzeichnis Ubuntu mit dem Unterverzeichnis Duden-Korrektor. Man geht dort rein und macht folgendes:

sudo su
aptitude install libstlport4.6c2 xchm 
dpkg -i libdpf*.deb
dpkg -i dpfserv*.deb
dpkg -i doos*.deb
/etc/init.d/dpfserv restart

( „sudo ln -s /usr/lib/openoffice/program/libuno* /usr/lib“ kann auch nützlich sein)

Zwar meckert dpkg bei doos was, aber es ist nicht sooo schlimm…

Jetzt noch aus DKO2 heraus:

cp licence.txt /usr/share/doos/

Danach müsste man die doos-Erweiterung (UNO-Package) wie folgt installieren können:

/usr/lib/openoffice/program/unopkg gui

Jetzt kommt die Freude auf! Man deaktiviert alle anderen Wörterbücher im OpenOffice (unter Extras -> Optionen -> Linguistik) – ausser Duden natürlich. Danach öffnet man die 130-Seitige Dissertation und erlebt ein blaues Wunder: Nicht nur, dass „bibliographisch“ falsch sein soll („bibliografisch“ wäre richtiger?). Nein! Auch die Performance von OpenOffice geht in den Keller. Es ist so schnell wie eine Schnecke in Zeitlupe.

Vielen Dank Duden! Kaum installiert, schon unbrauchbar! Wie die Rechtschreibreform selbst!

[UPDATE: Die ersten Tests mit einem Dual Core AMD + 4 GB RAM sind bisher an der 32 Bit Grenze gescheitert. Die doos.so-Datei aus dem Uno-Package (/usr/share/doos/) ist mit 32-Bit-Libraries verlinkt und kann nur mit 32-Bit-OpenOffice betrieben werden. /usr/bin/dpfserv scheint bei mir zu laufen (port 9999 ist belegt und es stürzt auch nichts ab). Mal sehen, ob sich Duden dazu hinreissen lässt, eine 64-Bit-Version dieser so-Datei auszuliefern!]

Hier ein Eintrag aus dem Log (~/.openoffice.org2/user/uno_packages/cache/log.txt):

ERROR: (com.sun.star.ucb.CommandFailedException) { { Message = „Fehler beim Aktivieren von: doos4.0.1.uno.so“, Context = (com.sun.star.uno.XInterface) @-14054a90 }, Reason = (any) { (com.sun.star.registry.CannotRegisterImplementationException) { { Message = „loading component library failed: file:///home/xxx/.openoffice.org2/user/uno_packages/cache/uno_packages/FjPPR6_/doos4.0.1.uno.pkg/linux_x86.plt/doos4.0.1.uno.so“, Context = (com.sun.star.uno.XInterface) @0 } } } }