{"id":1566,"date":"2025-01-01T21:27:27","date_gmt":"2025-01-01T20:27:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/?p=1566"},"modified":"2025-01-04T18:46:04","modified_gmt":"2025-01-04T17:46:04","slug":"energis-glasfaseranschluss-ohne-fritzbox","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/1566\/energis-glasfaseranschluss-ohne-fritzbox","title":{"rendered":"Energis-Glasfaseranschluss ohne Fritzbox"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Es muss nicht immer Fritzbox sein!&#8220; &#8211; mit einem solchen Satz kann man einen Deutschen zur Verzfeiflung bringen. Das Produkt von AVM aus Berlin ist ohne Frage ein Zeichen deutscher Ingeneurskunst und hat nicht ohne Grund ein solches Rennomee verdient.  Aber wie machen es die anderen L\u00e4nder, wenn sie die Fritzbox nicht kennen? Es gib kaum etwas, was man nicht mit Software emulieren oder ersetzen kann. Diese Frage brachte mich auf die Idee, den Anschluss ohne Spezialhardware umzusetzen. F\u00fcr den Medienwechsel zwischen Lichtwellen und elektrischen Impulsen sorgt das ONT &#8211; der optical network trasmitter, den man fr\u00fcher als Modem kannte. Wir haben also dahinter nur noch mit reinem Ethernet zu tun. Das macht die Sache leichter.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein wenig Theorie<\/h2>\n\n\n\n<p>Aus den Unterlagen, die Energis seinen Kunden zugeschickt hat, geht hervor, dass f\u00fcr den Internetzugang und die Telefonie zwei verschiedene VLANs realisiert wird. Doch: Was sind VLANs? <a href=\"https:\/\/www.techtarget.com\/searchnetworking\/definition\/virtual-LAN\">Ein VLAN steht f\u00fcr ein virtuelles LAN und wird mit Hilfe von Standard 802.1Q des IEEE<\/a>. Das Ethernet ist eine Methode um auf einem Netzwerkkabel \u00fcber die vier Drahtpaare eine Kommunikation mit Hilfe von Stromimpulsen zwischen zwei Teilnehmern herzustellen. (100MBit brauchte sogar nur zwei Aderpaare.) Darin wird geregelt mit welcher Frequenz und wie lange gesendet wird oder wie m\u00f6gliche Kollisionen (wen beide gleichzeitig zu senden beginnen) aufgel\u00f6st werden. In der &#8222;Sprechzeit&#8220; eines Teilnehmers &#8211; dem sog. Ethernet-Frame &#8211; (man kann sich das als ein Blatt Papier mit immer derselben Gr\u00f6\u00dfe vorstellen) m\u00fcssen viele Informationen nach einem festen Schema angegeben werden: von wem an wen, Sequenznummer (Seitenunummer) und eine Pr\u00fcfsumme. Und da muss noch der Inhalt rein! Das regelt das <a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/IEEE-802-Die-Netzwerkstandards-im-Ueberblick\">IEEE<\/a> in dem Ethernet-Frame. Die einfache Version, die in jedem Router und Switch bekannt ist, wurde dann erweitert, indem man aus dem Platz f\u00fcr den Inhalt ein kleines St\u00fcck abzwackt und darin einen Code f\u00fcr den sog. VLAN-Tag hinterlegt. Switche und Router, die den Code (eine Nummer zwischen 0 und 4095) auslesen k\u00f6nnen und daraus ein Netz im Netz bilden, beherrschen 802.1Q und kommen meist mit dem Zusatz &#8222;managed&#8220; in der Bezeichnung daher. Das Verwalten (en. &#8222;to manage&#8220;) ist nichts anderes als das festlegen, welche Tags auf welchen Steckpl\u00e4tzen (en. &#8222;ports&#8220;) empfangen bzw. gesendet werden k\u00f6nnen. (Daten-Pakete ohne VLAN-Tag k\u00f6nnen nachtr\u00e4glich mit einem Tag versehen werden. Dazu definiert man auf dem Port die <a href=\"https:\/\/www.it4trade.com\/blog\/glossar\/pvid-port-vlan-id\/\">PVID<\/a>. Solche Pakete werden behandelt als h\u00e4tten sie den VLAN-Tag des PVID.) Hinter den 4096 Tags stecken 4096 m\u00f6gliche Netze, die sich daraus ergeben k\u00f6nnen: die virtuellen LANs. Die Idee ist, dass man &#8222;in einem Kabel&#8220; mehrere voneinander getrennte Netze durchleitet. Das Konzept dient weniger dem Schutz der Daten (security by obscurity &#8211; nur wer den Tag kennt, kann mith\u00f6ren) sonder der Ordnung. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ab ins Netz!<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit dem VLAN-Tag 132 verbindet man sich im Glasfaser von Energis mit dem Internet. Eigentlich ist es ein sog. &#8222;geroutetes&#8220; Netz. Das bedeutet: es gibt einen Router (oder Gateway) in diesem Netz, der das Lokale Netz 132 mit dem Internet zusammen schaltet. Gegen Aufpreis bekommt man auch eine \u00f6ffentliche IPv4-Adresse, die ein vollwertiger Teilnehmer des Internets ist.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die &#8222;Verl\u00e4ngerung&#8220; hinter dem ONT<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Glasfaser geht nur wenige Meter ins Haus und das ist manchmal nicht optimal, denn steht der Router in einer ganz anderen Ecke des Hauses, muss man dorthin das Netzwerk-Kabel ziehen. (Viel d\u00fcnner und magnetisch weniger st\u00f6ranf\u00e4llig ist Glasfaser und mittlerweile f\u00fcr jedermann bezahlbar. Daf\u00fcr muss das elektrische Signal des RJ45-Ethernets in Licht umgewandelt werden. Entsprechende Wandler sind g\u00fcnstig zu haben.) F\u00fchrt das Kabel aus dem ONT nicht direkt zu einem einzigen Rechner oder Router, muss der dazwischen geschaltete Switch 802.1q beherrschen und den <strong>VLAN-Tag 132<\/strong> auf den entsprechenden Ports (man sagt dazu auf denglisch: getaggt) zulassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IP vom Anbieter<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Router oder Rechner hinter dem ONT bekommt per DHCP eine IP-Adresse (IPv4) und eine IPv6. IPv4 kann (wie bereits erw\u00e4hnt) aus einem gerouteten lokalen Netz der VSE stammen oder eine \u00f6ffentliche IP (aus dem Internet direkt erreichbar) sein. Bei IPv6 konnte ich bisher leider nur eine einzelne IP-Adresse erhalten. W\u00fcnschenswert w\u00e4re ein Teilnetz mit der Netzmaske &#8222;\/64&#8220; &#8211; ein sogenannter <a href=\"https:\/\/help.avm.de\/fritzbox.php?oem=1und1&amp;hardware=145&amp;language=de&amp;set=009&amp;topic=hilfe_ipv6_introduction&amp;deviceFeatures=&amp;userSettings=1100\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/help.avm.de\/fritzbox.php?oem=1und1&amp;hardware=145&amp;language=de&amp;set=009&amp;topic=hilfe_ipv6_introduction&amp;deviceFeatures=&amp;userSettings=1100\">Pr\u00e4fix<\/a>.  (Die ersten 64 Bits muss der Anbieter immer als eine Art &#8222;Stra\u00dfe und Hausnummer&#8220; betrachten an meinen Anschluss senden. Die folgenden weiteren 64 Bits m\u00fcssen dem Anbieter nicht bekannt sein &#8211; vergleichbar einem &#8222;Hausbewohner&#8220;.) Weil ein solcher abgeleiteter Pr\u00e4fix dynamisch (t\u00e4glich oder gar st\u00fcndlich) wechseln darf, w\u00e4re es etwas Aufwendig und nicht wirklich regelkonform. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei n\u00e4herer Betrachtung sieht man, dass es mehrere Adressen sind, die man erh\u00e4lt und es ist anfangs \u00e4u\u00dferst verwirrend, was wohin geh\u00f6rt. Betrachten wie einmal mein Beilspiel:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>vtnet1: flags=1008843&lt;UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST,LOWER_UP> metric 0 mtu 1500\ndescription: VSE (wan)\noptions=800a8&lt;VLAN_MTU,JUMBO_MTU,VLAN_HWCSUM,LINKSTATE>\nether bc:24:11:9d:xx:xx\ninet 194.35.xxx.xxx netmask 0xffffff00 broadcast 194.35.xxx.255\ninet6 fe80::be24:xxxx:xxx:822b%vtnet1 prefixlen 64 scopeid 0x2\ninet6 2a02:5a0:xxx::2:26ef prefixlen 128 pltime 1800 vltime 1800<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p>Das erste Netzewerkgr\u00e4t (<em>vnet1<\/em> in der Namensgebung von OPNsense) packt in ein P\u00e4ckchen maximal 1500 Byte. Es ist ein WAN (Wide Area Network = weltweites Netz) welches bei mir <em>VSE<\/em> hei\u00dft. Nach den options (die nur Fachleute dekodieren k\u00f6nnen) und der ID der Netzwerkkarte (besser bekannt als MAC-Adresse) folgt die IP in Version 4 mit broadcast-Adresse (f\u00fcr Nachrichten ans ganze Netzwerk, was fr\u00fcher n\u00f6tig war und heute im WAN nicht wirklich gebraucht wird). Danach folgen gleich zwei IPv6: die &#8222;linklokale&#8220; fe80::be24&#8230; (an fe80 am Anfang zu erkennen). Und nun wird es spannend: 2a02:5a0:&#8230; viele mit :: versteckte Nulle und endet mit 2:26ef &#8211; das ist die IP meines Routers. &#8222;prefixlen 128&#8220; sagt auch sofort: es ist deine einzige IPv6 &#8211; die des Routers.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei IPv4 ist die Sache klar. Wer mit mehr als einem Ger\u00e4t ins IPv4-Netz (IPv4-Internet) will, muss lokales (Haus-)Netz &#8222;<a href=\"https:\/\/www.giga.de\/ratgeber\/specials\/was-ist-lan-einfach-erklaert\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.giga.de\/ratgeber\/specials\/was-ist-lan-einfach-erklaert\/\">LAN<\/a>&#8220; aufbauen (wie bei Modem\/ISDN\/DSL auch) und per NAT die Umsetzung von internen auf externe IP (und vice versa) betreiben. Das machen die Router wie Fritzbox (TP-Link, Cisco, ASUS, Netgear und wie die Hersteller alle hei\u00dfen bieten \u00e4hnliche Produkte). Dieser Router muss VLAN-Tags (802.1q) beherrschen &#8211; und das tun fast alle, die &#8222;managed&#8220; sind. Er ist f\u00fcr die Verteilung von LAN-IPs (per DHCP-Dienst) und die Umsetzung (<a href=\"https:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/sites\/net\/0812111.htm\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/sites\/net\/0812111.htm\">NAT<\/a> = Network Address Translation) zust\u00e4ndig. <\/p>\n\n\n\n<p>Schwieriger ist es im IPv6. Da die IP nicht als <a href=\"https:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/sites\/net\/2102161.htm\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/sites\/net\/2102161.htm\">Pr\u00e4fix<\/a> ausgeliefert wird, kann man scheinbar nur \u00fcber den VLAN-Tag 132 eine einzige IPv6 bekommen. (Und es scheint als w\u00fcrde jeder nur eine eigene IP bekommen, auch wenn mehrere Rechner \u00fcber den Anschluss parallel auf Tag 132 angebunden werden.) Hier fehlt mir noch die z\u00fcndende Idee, wie ich den Pr\u00e4fix ableite und IPv6-LAN ohne VLAN ins Anbieter-Netz mit VLAN routen soll. Und hier wird f\u00fcr Menschen aus der IPv4-Zeit etwas abstrus: Die Daten ins Internet (WAN) gehen \u00fcber eine lokale Verbindung (wie 127.0.0.1\/8 f\u00fcr nur diese Leitung).<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>Internet6:\nDestination                       Gateway                       Flags     Netif \ndefault                           fe80::c242:d0ff:fe93:143%vtnet1 UGS    vtnet1<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p>Mein Router ist die <a href=\"https:\/\/opnsense.org\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/opnsense.org\/\">OPNsense<\/a>-Appliance &#8211; ein kleiner Rechner (kann auch eine VM innerhalb von Proxmox sein) angeschlossen an den RJ45-Anschluss des ONT. Diese Firewall-und-Router-Software ist Open Source und hat eine gute graphische Oberfl\u00e4che. F\u00fcr einige Dinge gibt es auch Assistenten, die WAN und LAN erkennen und Routing samt DHCP einrichten k\u00f6nnen. Ein lokaler DNS und VLAN-Netze sind dort auch ohne Weiteres m\u00f6glich. Sie richtet sich an ITler (insbesondere an Netzwerker unter ihnen) und kann einen einfachen Benutzer schnell \u00fcberfordern. Wer die M\u00fche auf sich nehmen will, kommt um die Anschaffung einer Fritzbox herum. (Vorausgesetzt, die Telefonie \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.placetel.de\/ratgeber\/dect-telefon\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.placetel.de\/ratgeber\/dect-telefon\">DECT<\/a>-Funk spielt keine Rolle.) Bei der Einrichtung setzt man sowohl <strong>DHCP<\/strong> (f\u00fcr die einzige IPv4-Adresse) als auch das <strong>DHCPv6<\/strong> (f\u00fcr die IPv6-Adresse mit der <strong>Priorit\u00e4t<\/strong> (&#8222;<em>Use VLAN priority<\/em>&#8222;) auf &#8222;<em>Best Effort (0, default)<\/em>&#8222;, denn es werden keine zeitkritischen Daten versendet (Telefonie) und der Anbieter das so vorgibt. Ich &#8222;w\u00fcnsche mir&#8220; die immer einen Pr\u00e4fix von 64 Bit und setze &#8222;<em>Prefix delegation size<\/em>&#8220; auf 64. Aber es wird scheinbar nur eine 128-Bit-Adresse ausgeliefert (wie bereits beschrieben). Vielleicht versteht OPNsens es nicht oder es ist gar gew\u00fcnscht, denn die IPv6-Gegenstelle beim Provider ist eine sog. Link-lokale-IP fe80::xxx:xxx:xxx:143 (gedacht f\u00fcr LANs). Wer wei\u00df!?<\/p>\n\n\n\n<p>Bei n\u00e4herer Betrachtung der Detail zum WAN-Interface fiel mir auf &#8222;<em><strong>Dynamic IPv6 prefix received 2a02:5a0:xxx:xxxx::\/60<\/strong><\/em>&#8222;. Es ist schon verwirrend, wenn eine \u00f6ffentliche IPv6 dem Interface <strong><em>lo<\/em><\/strong> zugeordnet wird. Eine rein lokaler Netzwerkanschluss hat ein ganzes \u00f6ffentliches Netz, ja &#8211; sogar ganze vier davon! Jedenfalls habe ich gerade meinen Prefix an der falschen Stelle gefunden. Das muss ich genauer untersuchen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Telefonie<\/h2>\n\n\n\n<p>Telefonie ist ein wenig ungew\u00f6hnlich. Man braucht daf\u00fcr sowohl IPv4 mit VLAN-Tag 132 (die bei mir vom OPNsense als Firewall behandelt wird) als auch ein <strong>IPv4-Netz f\u00fcr die Telefonie, die den VLAN-Tag 232<\/strong> hat. Theoretisch kann man auf das Internet verzichten und mit nur Telefonie-Netzwerk (Tag 232) telefonieren. Zugriff auf das Internet f\u00fcr das Versenden von Nachrichten, Updates oder \u00c4hnliches wird aber fast immer n\u00f6tig sein. Damit muss der VoIP\/SIP-Client der drei Telefonnummern aus dem lokalen Vorwahlbereich des VSE.net verwaltet in der Lage ist, den VoIP-Server von VSE zu erreichen, braucht es zwei Dinge: <\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Anschluss an die ONT mit dem VLAN-Tag 232<\/li>\n\n\n\n<li>eine lokal &#8222;gef\u00e4lschte&#8220; DNS-Aufl\u00f6sung f\u00fcr den SIP-Proxy (eigentlich Server), der per Internet nicht aufl\u00f6sbar ist<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Punkt 1. ist auf zwei Wegen m\u00f6glich. Verbindet man sich mit dem ONT vom selben\/einzigen Rechner der Glasfaseranschlusses, braucht man einen weiteren Tag &#8211; diesmal mit der Priorit\u00e4t &#8222;5&#8220; f\u00fcr Echtzeitdaten. Ist der SIP\/VoIP-Client dagegen unterschiedliche Hardware und somit mit je eigenem Ethernet-Anschluss, kommt man um einen &#8222;managed&#8220; Switch zwischen ONT und den zwei Ger\u00e4ten (wie oben erw\u00e4hnt) nicht herum. Dieser muss dann entsprechend die Ports der Ger\u00e4te mir den VLAN-Tags versehen und durchleiten (in Richtung ONT beide VLANs, ansonsten passend zum Ger\u00e4t das eine oder andere). Eine Zwischenl\u00f6sung ist Proxmox, wo jede VM (z.B. OPNSense und FreePBX) eigene VLANs auf den ebenso virtuellen Netzwerkanschl\u00fcssen bekommen kann.  (<a href=\"https:\/\/www.proxmox.com\/en\/proxmox-virtual-environment\/features#nav-mod-scrollspy435-data5\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.proxmox.com\/en\/proxmox-virtual-environment\/features#nav-mod-scrollspy435-data5\">Proxmox kann in neuester Version<\/a> auch als Switch von <a href=\"https:\/\/www.cisco.com\/c\/de_de\/solutions\/software-defined-networking\/overview.html#~stickynav=1\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.cisco.com\/c\/de_de\/solutions\/software-defined-networking\/overview.html#~stickynav=1\">Software-definierten Netzwerken<\/a> fungieren).<\/p>\n\n\n\n<p>Punkt 2. lie\u00df mich an meinem Verstand zweifeln. Ziel der Verbindungen &#8222;<strong>energis-home.de<\/strong>&#8220; zu nennen aber den Namen nicht per \u00f6ffentliches DNS auf <strong>10.199.27.28<\/strong> aufzul\u00f6sen ist eine seltsame Art von Humor. Da sich der Telefonie-Client mit eben diesem &#8222;SIP-Proxy&#8220; (aus unserer Sicht kann er genauso gut VoIP- oder SIP-Server genannt werden) verbinden muss, sollte dieser Name allgemein bekannt sein. Der Kenner sieht in dieser IP aber auch sofort etwas Besonderes: 10er-Netz ist ein rein lokales Netz. Und es stimmt: das Netz aus unserem Punkt 1. lautet in etwa: 10.122.XXX.XXX mit einer Netzmaske &#8222;\/16&#8220;. Damit m\u00fcssen alle Datenpakete, die nicht &#8222;10.122.&#8220; vorne stehen haben, an dem <strong>Gateway<\/strong> geschickt werden, der einem freundlicherweise per DHCP zugeteilt wird: 10.122.XXX.218. Nur \u00fcber diesen erreicht man 10.199.27.28. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber das ist noch nicht alles. Neben der <strong>Signalisierung (SIP) auf Port UDP 5060<\/strong>, m\u00fcssen auch Daten der Gespr\u00e4chspartner eines Telefonats flie\u00dfen k\u00f6nnen und das geschieht auf <strong>UDP-Ports zwischen 30000 und 65535<\/strong>. Diese Daten k\u00f6nnen an uns aber nicht nur vom SIP-Proxy flie\u00dfen, denn es gibt auch weitere Vermittler <strong>10.199.27.100 + .101 sowie .200 + .201<\/strong>. Der Einfachheit wegen kann man auch das ganze Netz <strong>10.199.27.0\/24<\/strong> \u00fcber den Anschluss mit VLAN-Tag 232 senden (und empfangen = en. routen).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcberraschung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die freundlichen Mitarbeiter von Energis haben mir nicht nur diese Informationen zukommen lassen, sondern auch Details, die sehr hilfreich sind: Die \u00dcbertragung von Tastent\u00f6nen (<strong><a href=\"https:\/\/www.placetel.de\/ratgeber\/dtmf-mehrfrequenzwahlverfahren\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.placetel.de\/ratgeber\/dtmf-mehrfrequenzwahlverfahren\">DTMF<\/a><\/strong>) erfolgt per RFC2833\/4733 (RTP-Event), Und die <a href=\"https:\/\/www.wirecloud.de\/codecs-fuer-voip-telefonanlagen\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.wirecloud.de\/codecs-fuer-voip-telefonanlagen\/\">Codec<\/a>-Auswahl ist besser als bisher in allen Brosch\u00fcren des Anbieters gelesen: <strong>PCMA<\/strong> (711.a &#8211; eine alte Art der Kodierung mit Blechdosen-Klang), <strong>G722<\/strong> (moderner HD-Codec mit fast perfektem Klang) und <strong>G729<\/strong> (sehr datensparsam aber nicht wirklich in HD-Qualit\u00e4t). Vor allem der letzte ist sehr aktuell und f\u00fcr moderne Hardware mit Links zu schaffen &#8211; reduziert die Datenmenge auf ein Viertel!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich bin noch nicht fertig und entdecke viele spannende Arten der Umsetzung. F\u00fcr mich ist es eine Herausforderung, Neues zu lernen. IPv4 mit NAT und routing hat gut geklappt. Die Telefonie endet in der FreePBX und wird an eine alte Fritzbox weiter gegeben da ich noch kein anderes DECT-Gateway habe. (Teilweise werden die Nummern f\u00fcr Konferenzr\u00e4ume gebraucht oder mit Free-Busy-Richtlinien f\u00fcr einzelne Empf\u00e4nger abgeglichen). IPv6 ohne VLAN-Tag 132 bleibt noch eine Baustelle. Aber mit ein wenig Hilfestellung durch Energis hat alles gut funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Es muss nicht immer Fritzbox sein!&#8220; &#8211; mit einem solchen Satz kann man einen Deutschen zur Verzfeiflung bringen. 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