{"id":1562,"date":"2024-11-09T11:24:19","date_gmt":"2024-11-09T10:24:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/?p=1562"},"modified":"2024-11-09T11:24:22","modified_gmt":"2024-11-09T10:24:22","slug":"es-braucht-mehr-als-nur-x-um-als-christ-im-leben-standhaft-zu-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/1562\/es-braucht-mehr-als-nur-x-um-als-christ-im-leben-standhaft-zu-bleiben","title":{"rendered":"Es braucht mehr als nur X, um als Christ im Leben standhaft zu bleiben"},"content":{"rendered":"\n<p><em>(eine Kurzkatechese \u00fcber die Grundvollz\u00fcge des christlichen Lebens)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Eine kleine Denkaufgabe am Anfang: <strong>Wie viele Punkte auf dem Boden (mindestens) braucht ein hoher Gegenstand, um sicher zu stehen und nicht umzufallen<\/strong>? Ein kleiner Hinweis am Rande: Die Saarl\u00e4nder kennen das Gesetz der Schwerkraft vor allem vom Grillen \u00fcber dem offenen Feuer &#8211; &#8222;Schwenker&#8220; genannt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Es sind drei.<\/strong> Wir kennen alle St\u00fchle mit vier Beinen, die man in der Jugend sicher auch gerne als eine Art Wippe eingesetzt hat. Entzieht man dem Stuhl zwei der vier St\u00fctzen als Bodenkontakt, schon wir die Angelegenheit sehr wackelig. Man kann nicht mehr in jede Richtung kippen aber auf einer Achse ist man nicht stabil genug. Im Saarland nutzt man gerne das <strong>Dreibein<\/strong> als Tr\u00e4ger f\u00fcr den Rost, um &#8222;schwenken&#8220; (saarl\u00e4ndisch f\u00fcr &#8222;Grillen&#8220;) zu k\u00f6nnen. Denn es sind mindestens drei Beine n\u00f6tig, um ausreichend stabil stehen zu k\u00f6nnen &#8211; sprich: <strong>standhaft<\/strong> zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses physikalische Gesetzt ist auf das geistliche Leben \u00fcbersetzbar. Schon fr\u00fch erkannten die ersten Christen, dass es nicht nur ums Beten geht. Sie wurden relativ fr\u00fch mit den allt\u00e4glichen N\u00f6ten der Schwestern und Br\u00fcder konfrontiert. Und bereits bei den Aposteln verlangte man ein Bekenntnis (Standhaftigkeit in der Lehre Jesu) ab. Ein Bekenntnis bis zum Tod. Alle drei sind schon im Leben und Lehre Jesu zu erkennen. In der Zeit der gro\u00dfen Analyse der Evangelien in den ersten 4 Jahrhunderten sind daraus die drei griechischen Begriffe geworden: <strong>&#8222;Leitourgia&#8220; (Gottesdienst \/ Gebet), &#8222;Diakonia&#8220; (Caritas \/ Hilfe f\u00fcr k\u00f6rperlich Leidende) und die &#8222;Martyria&#8220; (das Bekenntnis \/ die Lehre)<\/strong>. Man nennt sie auch die <strong>drei Grundvollz\u00fcge<\/strong> der Kirche bzw. des christlichen Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf unser Leben \u00fcbersetzt, bedeuten diese drei Standbeine, dass wir keines von ihnen auslassen k\u00f6nnen, ohne an Stabilit\u00e4t zu verlieren. Widmen wir uns nur dem <strong>Gebet<\/strong>, sind wir f\u00fcr Irrlehren anf\u00e4llig, weil wir kein Wissen um die Irrpfade haben und uns schlicht in den Ideen verlaufen, von denen wir glauben, sie w\u00e4ren (wegen des vielen Betens) von Gott. <strong>Studiert man die Theologie<\/strong> (genauso wie Physik oder Politik) und praktiziert kein Gebet dabei, scheinen einem m\u00f6glicherweise die Wege alle gleich richtig und von Gott gewollt (z.B. guter Vorsatz und gutes Ziel) . Und doch erkennt man die Wege Gottes nicht. Schlie\u00dflich folgt man den falschen. (Hl. Ignatius von Loyola sagt in seinem Werk: der Feind der menschlichen Natur w\u00fcrde sogar \u00fcbertriebene hehre Ziele einem unterjubeln versuchen, nur damit man scheitert und verzweifelt. Deshalb braucht es die Unterscheidung der Geister, die keine Supervision ist, sondern ein Dialog mit Gott = Gebet.) Hier liegt der Grund f\u00fcr die vielen Theologen (Studenten, Religionslehrer, etc), die ihren Glauben verloren haben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit der <strong>Caritas<\/strong>. Diese gibt es nicht ohne die geistige Kraft aus dem Gebet. ( Ohne die Kraft aus der H\u00f6he kommt man sich oft ausgenutzt vor.) Bevor Jesus seine <a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/theol\/leseraum\/bibel\/mk1.html#35\">gro\u00dfen Werke vollbracht<\/a> hat (Heilung, Speisung der Tausende), \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/theol\/leseraum\/bibel\/mt14.html#23\">das Wasser ging<\/a> oder seine zentralen Reden hielt (Bergpredigt), ging er immer an <a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/theol\/leseraum\/bibel\/mt4.html\">einen einsamen Ort<\/a>, um zu beten &#8211; alleine mit dem Vater zu sein. Es waren nicht selten ganze N\u00e4chte. Umgekehrt sagt <a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/theol\/leseraum\/bibel\/jak2.html#14\">Jakobus in seinem Brief, dass es keinen Glauben gibt, der nicht in Werken in Erscheinung treten w\u00fcrde: &#8222;Zeige mir deinen Glauben ohne Werke und ich zeige dir meinen Glauben anhand der Werke&#8220;<\/a>. Ohne die Diakonia gegen\u00fcber Notleidenden sind Gebet und religi\u00f6se Bildung nur Lippenbekenntnisse. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden sie zu einem Hirngespinst. Wir kennen viele Pfarrer, die mit \u00fcberzogenen Erwartungen daher kamen. Es fehlte ihnen die diakonische Praxis mitten in der Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Egal, wie man es dreht und wendet: ohne die drei Beine auf dem Boden wird man immer instabiler, je mehr man in die H\u00f6he w\u00e4chst. Der saarl\u00e4ndische Schwenker (das Dreibein) k\u00f6nnen wir als Sinnbild f\u00fcr unser christliches Leben verstehen. Wir m\u00fcssen beten, charitativ sein und uns im Glauben weiter bilden und immer f\u00fcr Ausgleich zwischen den Standbeinen sorgen, um zentral \u00fcber dem Feuer der g\u00f6ttlichen Gnade zu sein. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(eine Kurzkatechese \u00fcber die Grundvollz\u00fcge des christlichen Lebens) Eine kleine Denkaufgabe am Anfang: Wie viele Punkte auf dem Boden (mindestens) braucht ein hoher Gegenstand, um sicher zu stehen und nicht umzufallen? 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