{"id":1336,"date":"2021-12-01T16:34:40","date_gmt":"2021-12-01T15:34:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/?p=1336"},"modified":"2021-12-02T22:26:02","modified_gmt":"2021-12-02T21:26:02","slug":"die-entchristlichte-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/1336\/die-entchristlichte-gesellschaft","title":{"rendered":"Die entchristlichte Gesellschaft"},"content":{"rendered":"\n<p>Man t\u00f6nt immer noch hier und da, was f\u00fcr eine tolle christliche Gesellschaft wir w\u00e4ren und dass unser Grundgesetz auf j\u00fcdisch-christlichem Menschenbild beruhe. Ein kritischer Blick auf unsere Gesellschaft, unser Christentum und unsere Katholizit\u00e4t gleicht einem Offenbarungseid. Durch die ungl\u00fcckselige Ampelkoalition nimmt der Trend zum Heidentum und Wertebeliebigkeit an Fahrt sogar stark zu.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wenn sich der weibliche H\u00e4uptling (H\u00e4uptling*in ??) des ZdK zum Koalitionsvertrag &#8222;kritisch&#8220; \u00e4u\u00dfert, dann muss man heftig husten, um zu \u00fcberh\u00f6ren, dass viele <a href=\"https:\/\/www.die-tagespost.de\/politik\/die-agenda-der-ampel-art-223363\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">essenzielle Punkte der katholischen Moral<\/a> ganz unerw\u00e4hnt bleiben. <a href=\"https:\/\/www.zdk.de\/\">Die selbsternannten &#8222;Katholikenvertreter&#8220;<\/a> sind sowieso ein sehr komisches Gebilde. Die &#8222;demokratische Legitimation&#8220; des Vereins ist so weit her geholt, dass man die viel kritisierte polnische Disziplinarkammer (an deren Entstehung 3 direkt gew\u00e4hlte Mandatstentr\u00e4ger Sejm, Senat und Pr\u00e4sident mitgewirkt haben) eher als Volkswille akzeptieren sollte. Diese Berufskatholiken und Profiteure des Kirchensteuersystems haben mit unlauteren Mitteln die Meinungs\u00e4u\u00dferungen anderer unterdr\u00fcckt oder ignoriert und f\u00fchrten zur <a href=\"https:\/\/neueranfang.online\/\">synodalen Sackgasse<\/a> mit Potenzial zur <a href=\"https:\/\/www.die-tagespost.de\/kirche-aktuell\/synodaler-weg\/der-synodale-weg-stellt-ein-gegenbild-zur-tradition-dar-art-223129\">Kirchenspaltung<\/a>. Dar\u00fcber war in Deutschland nur wenig zu vernehmen &#8211; daf\u00fcr umso mehr in den kritischen Stimmen aus dem Ausland.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn also dieser Verein &#8211; besorgt um die finanzielle Versorgung ohne Kirchensteuereinnahmen &#8211; auf <a href=\"https:\/\/www.die-tagespost.de\/politik\/zdk-auf-kuschelkurs-mit-der-ampel-art-223245\">Kuschelkurs zu der heidnischen Regierung<\/a> geht, muss man die Frage stellen: An wem kann man sich als Christ noch orientieren? Wer hat noch den richtigen Blick und die Antworten auf die Fragen unserer Zukunft als <a href=\"https:\/\/www.bible.com\/de\/bible\/877\/MAT.10.16-22.NBH\">kleine Herde mitten unter den heidnischen W\u00f6lfen<\/a>? <\/p>\n\n\n\n<p>Eine leuchtende Gestalt im Meinungskrieg der heutigen Tage ist Bischof Rudolf Voderholzer, der <a href=\"https:\/\/www.mittelbayerische.de\/region\/regensburg-stadt-nachrichten\/voderholzer-fordert-verbale-abruestung-21179-art2066315.html\">mit Sanftmut aber mit festem Standpunkt<\/a> auf den Machtmissbrauch durch diesen Verein und die Regierung reagiert. Er schreit nicht, verw\u00e4ssert aber auch nichts. Er sieht die drohende Spaltung der Gesellschaft und fordert mehr Ruhe und Gelassenheit aber auch mehr Sachlichkeit und Orientierung am christlichen Menschenbild.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel offensiver und weniger tolerant gegen\u00fcber den Neuheiden publiziert <a href=\"https:\/\/demofueralle.de\/2021\/11\/25\/handbuch-zur-familienzerstoerung-spd-gruene-und-fdp-stellen-koalitionsvertrag-vor\/\">Demo f\u00fcr Alle<\/a> die mangelhaften Punkte der Einigung der drei Parteien. Ich zitiere aus dem Newsletter vom 25. November:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eKinderrechte\u201c ins Grundgesetz aufnehmen (S. 98),<br \/>ein \u201eInstitut der Verantwortungsgemeinschaft\u201c, \u201eMehr-Elternschaft\u201c und \u201eCo-Mutterschaft\u201c einf\u00fchren (S. 101),<br \/>durch einen \u201eGleichstellungs-Check\u201c alle k\u00fcnftigen Gesetze nach der Gender-Ideologie ausrichten (S. 114),<br \/>Werbung f\u00fcr Abtreibung erlauben (S. 116),<br \/>\u201eM\u00f6glichkeiten zur Legalisierung der Eizellspende und der altruistischen Leihmutterschaft pr\u00fcfen\u201c (S. 116),<br \/>einen \u201eNationalen Aktionsplan f\u00fcr Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt\u201c umsetzen (S. 119),<br \/>\u201edas Transsexuellengesetz abschaffen und durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzen\u201c (S. 119),<br \/>eine EU-weite Anerkennung von \u201eRegenbogenfamilien\u201c und gleichgeschlechtlichen \u201eEhen\u201c erwirken (S. 120),<br \/>eine LSBT-Konvention bei den Vereinten Nationen einbringen (S. 147),<br \/>eine feministische Au\u00dfenpolitik (S. 144) und einen \u201eumfassenden Gender-Aktionsplan\u201c in der Entwicklungshilfe (S. 152) entwerfen.<\/p><cite>&#8222;So will die Ampel-Koalition die Familie zerst\u00f6ren&#8220; &#8211; Newsletter vom 25. November 2021<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es sind nicht explizit christliche Werte. Es sind allgemein g\u00fcltige Werte, die man in allen Kulturen akzeptiert hat. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Familienpolitik. Leider werden keine Ans\u00e4tze zur L\u00f6sung angeboten. Aber auch eine mahnende Stimme in der W\u00fcste braucht es, damit keiner sagen kann, er h\u00e4tte nichts gewusst &#8211; wie vor einigen Jahrzehnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der <a href=\"https:\/\/vds-ev.de\/gegenwartsdeutsch\/gendersprache\/gendersprache\/\">Verein Deutsche Sprache bringt bei Thema &#8222;Gendern&#8220;<\/a>, welches &#8211; wie Orwells &#8222;Neusprech&#8220; in &#8222;1984&#8220; &#8211; unsere Gesellschaft umgestalten soll, interessante Beitr\u00e4ge. Die Hypothese, dass fehlende weibliche Bezeichnungen Frauen vom beruflichen Erfolg abhalten, wird in jedem Beitrag widerlegt. (Und gleichzeitig ein sauberes Deutsch vermittelt!) Wenn es denn stimmen w\u00fcrde, m\u00fcsste es in den L\u00e4ndern mit slavischer Sprache oder mit einer Genus-freien Sprache ja anders sein&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch was tun angesichts der \u00dcbermacht der Medien, die uns einzureden versucht, die Realit\u00e4t w\u00e4re anders als wir sie kennen? Was tun, wenn Kirche und Politik heimlich, still und leise die christlichen Werte bestenfalls zu Papiertigern machen, statt sie sich auf die Fahnen zu schreiben?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde sagen: Gelassen bleiben und Gott vertrauen. Will der Staat eine ganze kiffende Kommune als Familie akzeptieren, dann sei es drum. Dadurch wird es nur offenbar, dass der Staat nicht imstande ist, Ehe und Familie als solche zu erkennen. Zurecht sollte man einen anderen technischen Begriff f\u00fcr solches Gebilde nutzen (&#8222;Erzeihungsgemeinschaft&#8220; f\u00e4llt mir da spontan ein). Das <a href=\"https:\/\/www.juraforum.de\/lexikon\/boeckenfoerde-diktum\">B\u00f6ckenf\u00f6rde-Diktum<\/a> besagt, dass es keinen wertefreien &#8211; ja keinen werteneutralen &#8211; Staat geben kann. Was Familie ist, kann er nicht selbst beurteilen und wenn er versucht, schafft er Wertungen, zu denen er nicht berechtigt ist &#8211; weil Wertungen (was zu f\u00f6rdern ist und was nicht) eben nicht werteneutral sind. Es ist ein Paradoxon und man darf deshalb auch fragen: Warum akzeptiert man das eine und nicht das andere? Das untergr\u00e4bt das \u00fcbertriebene Ego der Politik.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Jahrhunderte lebte die Kirche im Untergrund, verfolgt oder nur missbilligt durch den Staat. Das III Reich, Kommunismus und die r\u00f6mischen Kaiser erwiesen sich als Sieb. Die Spreu von Profiteuren und un\u00fcberzeugten Mitl\u00e4ufern trennte sich von der Gemeinschaft der Glaubenden, je l\u00e4nger es andauerte. (Graf von Stauffenberg, Geschwister Scholl, Kardinal Graf von Gallen, Kardinal Wyszy\u0144ski und viele weitere sind ein Beweis daf\u00fcr.) Es war der Wohlstand, der Menschen wieder von Gott weg gebracht hat. Auch die Katholische Kirche muss heute zum Spruch Jesu aktiv Stellung beziehen: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen h\u00e4ngen und den andern verachten.<\/p><cite>Mt 6,24<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Solange der Staat von uns nicht verlangt, dass wir seinen Staatsg\u00f6ttern der sog. &#8222;Toleranz&#8220; (sprich: unterschiedslose Akzeptanz aller gesellschaftlich akzeptierten Missst\u00e4nde) und der sog. &#8222;Solidarit\u00e4t&#8220; (sprich: Robin Hood Verfahren zugunsten bestimmten W\u00e4hlerklientels) statt unseren einzigen Gott anbeten, m\u00fcssen wir es erdulden (d.h. tolerieren). Zum b\u00fcrgerlichen Ungehorsam sind wir aufgerufen, wenn \u00c4rzte &#8211; durch Gesetze gezwungen werden &#8211; gegen ihr Gewissen wehrlose Menschen aktiv t\u00f6ten sollen oder \u00f6ffentliche Gottesdienste verboten werden. Wenn wir nicht selbst betroffen sind, d\u00fcrfen und m\u00fcssen wir mahnen, dabei aber sensibel bleiben. Mit einem liebevollen &#8222;Es wird dich immer lieben, denn du bist seine Mutter&#8220; hilft man Frauen eher zur richtigen Entscheidung als wenn man sie mit einer Gebetswache vor einer Abtreibungsklinik auf das \u00dcbel hinweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht zuletzt muss man auch Gott etwas Zeit lassen, damit er die Menschenfeindlichkeit der Parteien entlarven kann. Das hat er schon beim Kommunismus und Nationalsozialismus geschafft, die doch unbesiegbar schienen. Er macht das schon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man t\u00f6nt immer noch hier und da, was f\u00fcr eine tolle christliche Gesellschaft wir w\u00e4ren und dass unser Grundgesetz auf j\u00fcdisch-christlichem Menschenbild beruhe. Ein kritischer Blick auf unsere Gesellschaft, unser Christentum und unsere Katholizit\u00e4t gleicht einem Offenbarungseid. 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