{"id":1146,"date":"2018-02-06T23:33:37","date_gmt":"2018-02-06T22:33:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/?p=1146"},"modified":"2018-02-06T23:35:52","modified_gmt":"2018-02-06T22:35:52","slug":"eine-gottesbegegnung-der-anderen-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/1146\/eine-gottesbegegnung-der-anderen-art","title":{"rendered":"Eine Gottesbegegnung der anderen Art"},"content":{"rendered":"<p>Wir glauben, alles schon zu kennen. Gott und die Welt. Doch in Wahrheit kennen wir weder die Welt richtig, noch Gott.<\/p>\n<p>Was wir im Kopf haben, sind feste Vorstellungen &#8211; Gr\u00f6\u00dfen, mit denen sich unser Gehirn routinem\u00e4\u00dfig gut umgehen kann. Es kann uns eigentlich nichts \u00fcberraschen. Und doch sind wir des \u00f6fteren schockiert. Einige Schocks sind f\u00fcr uns unertr\u00e4glich bis gef\u00e4hrlich. Andere wiederum heilsam und f\u00f6rderlich. Zu der zweiten Kategorie geh\u00f6rt sicher eine pers\u00f6nliche Begegnung mit Gott. Eine solche Erfahrung ist keine einmalige Angelegenheit, denn Gott ist immer anders und in seinem Wesen doch immer gleich. Diese Erfahrung zu vermitteln, hat sich die <a href=\"https:\/\/www.erneuerung.de\/\">katholische charismatische Erneuerung im Heiligen Geist<\/a> auf die Fahnen geschrieben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die ersten Exerzitien (auf deutsch: &#8222;Geistliche \u00dcbung&#8220;) er\u00f6ffnen die Weg. Man nennt sie auch die Evangelisierung: vom griechischen &#8222;Eu-Agellon&#8220; &#8211; die &#8222;Erfreuliche Nachricht&#8220;. Sie vermitteln die klare Botschaft von der Liebe Gottes zu seinen Gesch\u00f6pfen. Der erste Schritt auf dem Weg besteht darin, die eigenen falschen Vorstellungen von Gott kennen zu lernen und aus der Bibel heraus das Handeln Gottes erkennen zu lernen. Das geht nat\u00fcrlich am Beispiel Jesu am besten. Er hat seine Machttaten und Gleichnisse gedeutet. Er hat die Barmherzigkeit Gottes den Menschen anschaulich gemacht. Er selbst war ein Mensch und sein menschliches Sterben als Zeichen der Liebe ganz pers\u00f6nlich gemeint. Dieses Geschenk und der hebr\u00e4ische &#8222;Shalom&#8220;-Wunsch (am besten als &#8222;es soll dir gut ergehen&#8220; oder &#8222;dein Leben soll gelingen&#8220; zu \u00fcbersetzen), die Gott in das Leben eines schwachen und unvollkommenen Menschen hineinbringt, er\u00f6ffnen das Herz und f\u00fchren um Ur-Vertrauen, wie es die Kinder zu ihren Eltern haben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die erste Person Gottes als der Sch\u00f6pfer gilt, ist die zweite g\u00f6ttliche Person eine historisch erfassbare Gr\u00f6\u00dfe, die weit entfernt in der Vergangenheit liegt. Beide sind uns jetzt und heute nicht direkt zug\u00e4nglich. An dieser Stelle wird die dritte g\u00f6ttliche Person, die als Geschenk Jesu an seine Kirche bis heute wirkt. Er ber\u00fchrt die Herzen von Menschen und erweckt in ihnen das Gute, bringt es zum Bl\u00fchen und macht fruchtbar f\u00fcr andere Menschen. Geisterf\u00fcllte Menschen haben eine unverwechselbare Ausstrahlung, die zwar immer ein wenig individuell ist und doch im Gro\u00dfen und Ganzen allen Gleich. Das Vertrauen auf Gottes Macht und die extrem pers\u00f6nliche Beziehung lassen die Menschen ruhig und kraftvoll erscheinen. Sie verzweifeln nicht, wenn sie in einer durch B\u00f6ses korrumpierten Welt auf Granit bei\u00dfen &#8211; sie setzen ihre Hoffnung auf Gott, der gr\u00f6\u00dfer ist als Alles. Sie verfallen nicht in Aktionismus, sondern fragen Ihn: &#8222;Wie ist Dein Plan f\u00fcr mich, Herr? Was soll ich hier und jetzt tun?&#8220;<\/p>\n<p>Nach der Entdeckung des Heiligen Geistes als &#8222;Antriebskraft&#8220; und &#8222;Direkter-Draht zu Gott&#8220; steht eine Entscheidung im Leben an. Die Theologen nennen es &#8222;die fundamentale Option&#8220;: Entweder bekennt man sich zu Gott oder nicht. Dies geschieht in einer Proklamation, dass Gott der einzige Herr (Herrscher oder Chef) meines Lebens ist &#8211; und auch der einzige Erl\u00f6ser. W\u00e4hrend die Anerkennung der Herrschaft Gottes auch im pers\u00f6nlichen Leben (mit allen Folgen wie der Anerkennung seiner Gebote oder seines Plans f\u00fcr mein Leben) recht eindeutig ist, wird es bei der Erl\u00f6sung nebul\u00f6s. Dabei ist Teil 2 nicht weniger wichtig: Ich muss mich nicht f\u00fcr meine Fehler vor mir und der Welt rechtfertigen, indem ich die Schuld weiter reiche. Ich muss auch nicht versuchen, mit Spenden mein Gewissen zu beruhigen. Im Gegenteil: ich erkenne an, dass ich nun mal bin, was ich bin und dass alles, was ich werden kann, Gottes Gnade und Geschenk ist. Was ich nicht wieder gutmachen kann, entsch\u00e4digt Gott auf meine Bitte hin aus dem Gnadenschatz, den Jesus durch den Tod und die Auferstehung f\u00fcr uns erworben hat. (Wir erliegen viel zu oft der Versuchung einer &#8222;Selbsterl\u00f6sung&#8220;, indem wir unsere Lebensumst\u00e4nde so anpassen, dass wir uns selbst als &#8222;akzeptabel&#8220; vorkommen. Das f\u00e4ngt mit &#8222;Fitness &amp; Fasten&#8220; an und h\u00f6rt beim pers\u00f6nlichen\/subjektiven ethischen Anspruch noch lange nicht auf&#8230;)<\/p>\n<p>In einem letzten Schritt beten Menschen f\u00fcreinander und bitten um die Erf\u00fcllung mit dem Heiligen Geist. Bei jedem erweckt er eine besondere Begabung, die der Person von Natur aus eigen ist aber bisher vielleicht verborgen war. Der Eine hat den unersch\u00fctterlichen Glauben und strahlt Ruhe aus &#8211; egal was passiert. Ein Anderer merkt in Gespr\u00e4chen mit Menschen, wo sie innerlich von \u00c4ngsten und klaffenden Wunden der Kindheit gequ\u00e4lt werden. Noch Andere k\u00f6nnen Trost spenden oder sprechen das richtige Wort zur richtigen Zeit. Jedoch alle bekommen ein Geschenk, das mehr wert ist als alle Charismen: Sie erfahren sich als von Gott geliebt, angenommen und gewollt &#8211; unabh\u00e4ngig von ihrer Vorgeschichte und ihren Schw\u00e4chen. Sie begegnen Gott selbst, wie es schon Tausende von Heiligen vor ihnen. Sie fangen an mit Gott als bestem Freund zu leben. Und zwar nicht in in Entbehrung und Leiden, sondern in einer inneren F\u00fclle, die gl\u00fccklich macht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.iccrs.org\/en\/\">Diesen Weg bietet die charismatische Erneuerung<\/a> als eine unter den vielen Bewegungen der Kirche (z.B.: Neokatechumenat, Alpha-Kurse, etc.) an. Dieser Weg ist im Gegensatz zu Sakramenten f\u00fcr einen Katholiken nicht notwendig. (Doch das sakramentale Leben macht erst richtig &#8222;Spa\u00df&#8220;, wenn man sie als Geschenke von einem Freund wahrnimmt.)<\/p>\n<p>Diese Exerzitien gibt es in &#8222;geschlossener&#8220; Form (5 Tage in einem Kloster), als ein Wochenende oder als sog. Seminar, in dem \u00fcber sieben Abende gebetet, gelehrt und miteinander gesprochen wird. Die dritte Form bietet die Gruppe aus Riegelsberg an. Die Reihe beginnt am <a href=\"http:\/\/ce-trier.de\/leben-im-geist-seminare\/\">21. Februar 2018 (p\u00fcnktlich) um 19:00 in dem Geistlichen Zentrum in P\u00fcttlingen (&#8222;im Kloster&#8220;)<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir glauben, alles schon zu kennen. Gott und die Welt. Doch in Wahrheit kennen wir weder die Welt richtig, noch Gott. Was wir im Kopf haben, sind feste Vorstellungen &#8211; Gr\u00f6\u00dfen, mit denen sich unser Gehirn routinem\u00e4\u00dfig gut umgehen kann. Es kann uns eigentlich nichts \u00fcberraschen. 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