{"id":1112,"date":"2016-09-25T23:14:12","date_gmt":"2016-09-25T21:14:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/?p=1112"},"modified":"2016-09-25T23:14:12","modified_gmt":"2016-09-25T21:14:12","slug":"der-kluge-verwalter-ein-lackmustest-fuer-die-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kolatzek.org\/wblog\/1112\/der-kluge-verwalter-ein-lackmustest-fuer-die-kirche","title":{"rendered":"Der kluge Verwalter &#8211; ein Lackmustest f\u00fcr die Kirche"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt nur wenige Stellen in der Offenbarung, die die Kirche und ihre Mitarbeiter so direkt betreffen w\u00fcrden. <b>Lukas <span dir=\"ltr\">16,1-13 <\/span><\/b><span dir=\"ltr\">ist eine davon. Jesus gibt seinen &#8222;Angestellten&#8220; einen Rat, der zugleich als Messlatte gilt:<em>\u00a0Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht.<\/em>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ein guter Rat, der sicher teuer werden k\u00f6nnte, wenn man ihn auch befolgen m\u00f6chte. Wie viele Millionen an Kirchensteuern w\u00fcrden unseren Bist\u00fcmern entgehen, wenn sie den finanziell schwer belasteten einen Rabatt geben wollten!? Wie ich auf diese Idee komme? Man folge dem Textaufbau!<\/p>\n<p>Ein Verwalter hat die G\u00fcter seines Auftraggebers verliehen und damit die Wertgegenst\u00e4nde (aber kein Geld) nicht mehr frei verf\u00fcgbar gemacht. Aus Angst vor der Zukunft (nach der angenommenen Entlassung) gibt er den Schuldnern, die es nicht zur\u00fcckzahlen k\u00f6nnen, einen Rabatt. Sollte er seinen Job verlieren, hat er wenigstens viele ihm wohlwollend eingestellte Menschen um sich. Und im besten Falle, schaffen sie die H\u00e4lfte ihrer Schulden zur\u00fcck zu bezahlen &#8211; damit w\u00e4re auch der Besitzer auch noch bes\u00e4nftigt. (Es war nicht sein Geld, sondern Waren, die irgendwann ungenutzt sowieso schlecht werden w\u00fcrden.) Zum Schluss wird der Verwalter vom Besitzer sogar wegen seiner Bauernschl\u00e4ue noch gelobt: <em>Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen kl\u00fcger als die Kinder des Lichtes.<\/em><\/p>\n<p>Eine Kirche, die unbarmherzig auf die Zahlung der Kirchensteuer beharrt, erweist sich nicht so klug, wie der Verwalter. Auch wenn Geld keine wahren Freunde zu produzieren imstande ist, so ist doch eine finanzielle Entlastung der Eltern von Kleinkindern (Behinderten, etc.), der Arbeitslosen oder der Angeh\u00f6rigen von schwer Pflegebed\u00fcrftigen ein Entgegenkommen, das im Wohlwollen und Dankbarkeit resultiert. Ein Rabatt aus Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>Ich denke auch, dass wir eine Kirchensteuer brauchen, die unabh\u00e4ngig von der formellen &#8222;Glaubsgemeinschaftzugeh\u00f6rigkeit&#8220; im Einwohnermeldeamt ist. Schon das &#8222;oberste kirchliche Gericht&#8220; &#8211; eigentlich: P\u00e4pstlicher Rates f\u00fcr die Gesetzestexte (PCI) &#8211; stellte 2006 fest, dass zur Trennung von der Kirche ein freie und bewusste Wunsch n\u00f6tig sei, die Gemeinschaft zu verlassen. Es bedarf auch einer Erkl\u00e4rung gegen\u00fcber dem Ordinarius (Bischof) oder dem Ortspfarrer als seinem &#8222;Stellvertreter&#8220;, um es als Apostasie (Abfall vom Glauben) verbunden mit Kirchenausschluss (Exkommunikation) zu verstehen. Eine Kirchensteuer, die auf die Erkl\u00e4rung gegen\u00fcber einem St\u00fcck Papier auf dem Amt baut, und sich dem Wunschzweck des Zahlungspflichtigen entzieht f\u00fchrt zu unn\u00f6tigen Frustration und ebenso unn\u00f6tigen Kirchenaustritten als letztem Verzweiflungsakt der an sich glaubenden Menschen. Eine \u00fcberfl\u00fcssige Sch\u00e4digung der Herde. Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, nach dem Vorbild Polens oder Italiens, eine allgemeine (alle B\u00fcrger verpflichtende) Steuer mit freiem Verwendungszweck zu haben! Ausnahmen wegen eigener Bed\u00fcrftigkeit sollten dabei auch ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter kommt die Frage der Kirchensteuer wieder auf den Tisch. Ich hoffe, dass die Verwalter der Sch\u00e4fchen Gottes bis dahin einen Plan entwickelt haben, wie sie die Herde weiter f\u00fchren wollen. Denn wenn sie schon das ihnen anvertraute Gut nicht bis zur Wiederkehr des Besitzers pflegen und bewahren, brauchen sie auf den Schatz, den sie sich vom Herrn erhoffen, nicht zu warten. (Lk 16,12)<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, es ist ein sehr hoher Anspruch und verstehe die Sorgen der Kirchenangestellten sehr wohl. Aber ich glaube auch, dass Gott wei\u00df, warum er das &#8222;Unm\u00f6gliche&#8220; als Ziel gesetzt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt nur wenige Stellen in der Offenbarung, die die Kirche und ihre Mitarbeiter so direkt betreffen w\u00fcrden. Lukas 16,1-13 ist eine davon. 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